Kickl entsetzt mit Vergewaltigungs-Vergleich

Frauenministerin Susanne Raab zeigt sich entsetzt über Herbert Kickls Vergewaltigungs-Vergleich. - Fotos: Florian Schrötter; ÖVP/ Jakob Glaser
Frauenministerin Susanne Raab zeigt sich entsetzt über Herbert Kickls Vergewaltigungs-Vergleich. - Fotos: Florian Schrötter; ÖVP/ Jakob Glaser

FPÖ-Chef Herbert Kickl setzt die 3G-Regel am Arbeitsplatz zum Schutz vor Corona mit einer „Impf-Vergewaltigung“ gleich. Von Kickl ist man bereits einiges gewohnt, „die Verharmlosung einer Vergewaltigung“ ist aber an „Dreistigkeit nicht mehr zu überbieten“, zeigte sich die Frauenministerin, Susanne Raab, am Freitag über den ekelhaften Vergleich Kickls empört.

 

„Letzter Funke anstand verloren!“

In der Tat sind politische Beobachter von FPÖ-Klubobmann Herbert Kickl bereits einiges gewohnt. Besonders beim Thema Corona lässt der Impfskeptiker Kickl mit zahlreichen kuriosen Vorschlägen immer wieder aufhorchen: So empfahl der FPÖ-Chef in den letzten Wochen etwa die Einnahme von Bitterstoffen oder einer Arznei gegen Wurmbefall zur Kur von Corona. Von der millionenfach geprüften und sicheren Impfung rät Kickl der Bevölkerung aber ab.

Nun scheint Kickl aber wirklich „den letzten Funken Anstand verloren zu haben“, wie Frauenministerin Raab feststellte. Der Grund dafür: Herbert Kickl vergleicht die 3G-Regel am Arbeitsplatz mit einer „Impf-Vergewaltigung“.

 

Kickls Aussage als „Verhöhnung der Opfer“

Als besonders dreist bewertet die Ministerin den Vergewaltigungsvergleich von Kickl, da Kickl damit „eine der brutalsten Straftaten, die einer Frau widerfahren kann“, verharmlost.

Dieser Verharmlosung stellt „einen Schlag ins Gesicht all jener Frauen und Opfer dar, denen unfassbares Leid durch eine Vergewaltigung widerfahren ist“, so Raab die festhält: „Das ist an Dreistigkeit nicht zu überbieten“.

 

Herbert Kickl verweigert Arbeitstreffen

Wie weit Herbert Kickls Kampf gegen die Corona-Schutzmaßnahmen geht, zeigte sich auch am Freitag: So lehnte Kickl einen PCR-Test ab, der für das Arbeitstreffen mit Bundeskanzler Alexander Schallenberg im Bundeskanzleramt notwendig gewesen wäre.

Das Gespräch wurde dann telefonisch geführt. Kickl geht also mittlerweile so weit, dass er sogar wichtige politische Treffen nicht in Präsenz abhält, nur um nicht einmal das Mindestmaß an Corona-Regeln einhalten zu müssen.