„Meilenstein“ und „kraftvolles Paket“: Pflege-Reform mit positivem Echo

Caritative Institutionen und Sozialeinrichtungen sehen im Pflegepaket die richtigen Maßnahmen enthalten. Foto: istock / FredFroese
Caritative Institutionen und Sozialeinrichtungen sehen im Pflegepaket die richtigen Maßnahmen enthalten. Foto: istock / FredFroese

Die unter Federführung von ÖVP-Klubobmann August Wöginger ausverhandelte Pflegereform mit Sozialminister Johannes Rauch stoßt nach der Präsentation auf eine Vielzahl an positiven Reaktionen. Besonders jene Einrichtungen, die unmittelbar mit der Pflege zu tun haben und auf Reformen im Pflegebereich gedrängt haben, reagieren positiv auf die angekündigten Maßnahmen. Hilfswerk, Caritas, Diakonie und zahlreiche andere Sozialeinrichtungen werten das Reformpaket als „Meilenstein“, „kraftvolles Paket“ oder „Gewinn für alle“

Zur Sache hat die wichtigsten Reaktionen zusammengefasst.

 

Hilfswerk: „entscheidende Schritte – richtige Dimension“

„Die heute vorgestellten Maßnahmen zur Pflegereform beinhalten tatsächlich entscheidende Schritte in die richtige Richtung. Und auch, was das Finanzvolumen anbelangt, erkennen wir, dass endlich in den richtigen Dimensionen gedacht wird“, Othmar Karas, Präsident des Hilfswerk Österreichs.

 

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

„Wir freuen uns sehr, dass bei dieser ersten inhaltlichen Etappe der Pflegereform, ein kraftvolles Paket für das Pflegepersonal im Mittelpunkt steht. Das Personal ist die zentrale Herausforderung in der Pflege, auf die wir immer wieder mit Nachdruck hingewiesen und diverse Vorschläge eingebracht haben. Schön, dass sich vieles davon nun im vorliegenden Paket findet. Im Bereich Personal und Ausbildung sind die heute präsentierten Reformmaßnahmen mindestens ein Siebenmeilenschritt in die richtige Richtung“, ergänzt Hilfswerk-Geschäftsführerin Elisabeth Anselm.

 

Caritas: „Aufatmen der Branche ist hörbar“

Michael Landau, Präsident der Caritas Österreich sagt in einer ersten Reaktion zum heute präsentierten Pflege-Paket: „Dass dies heute eingetreten ist, ist zuallererst sehr erfreulich. (…) Das Aufatmen der Branche ist hörbar, nach diesen Ankündigungen braucht es nun eine rasche Umsetzung.“

 

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

„Die angekündigten Schritte sind definitiv ein Beitrag, um uns vor der drohenden Pflegekatastrophe zu bewahren. Auch die angekündigten Mittel von einer Milliarde Euro für die kommenden zwei Jahre sind sehr erfreulich und drücken endlich auch die Wertschätzung für Pflegende aus, die es schon längst braucht. Zentral wird sein, dass eine finanzielle Absicherung auch weit über die nächsten Jahre sichergestellt wird, denn die Entlastung des Pflegepersonals und pflegender Angehöriger muss langfristig garantiert sein.“

 

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

Volkshilfe: „Wichtiger Schritt gelungen“

Für die Volkshilfe „scheint ein wichtiger Schritt gelungen zu sein“. Der Präsident der Volkshilfe Österreich Ewald Sacher stellt in einer ersten Stellungnahme fest, „dass doch viele langjährige Forderungen der Volkshilfe und anderer Sozialorganisationen aufgegriffen wurden. Das ist zweifellos ein wichtiger Schritt in die richtige Richtung“. Zudem sieht die Volkshilfe „als Meilenstein auf dem Weg zu einer Bewältigung der enormen Herausforderungen im Pflegebereich.“

 

Diakonie: „Meilenstein für gute Pflege“

Diakonie-Direktorin Maria Moser sieht in der Pflegereform der Bundesregierung  „einen ersten wichtigen Meilenstein für gute Pflege. Die nächste Etappe ist die Umsetzung in den Ländern und der Ausbau guter, bedarfsgerechter Pflegedienstleistungen. (…) Pflegekräfte leisten Unglaubliches. 520 Millionen Euro für Gehaltssteigerungen sind ein wichtiges Zeichen der Anerkennung. (…) Der heute präsentierte Ausbildungszuschuss ist eine erste Erleichterung, und auch das Pflegestipendium für AMS geförderte Ausbildungen ist positiv zu sehen. Allerdings sollte das Pflegestipendium nicht an die Arbeitslosigkeit gebunden sein.“

 

Hilfswerk Niederösterreich: „Großer Tag für die Pflege“

Michaela Hinterholzer, Hilfswerk Niederösterreich-Präsidentin: „Heute ist ein großer Tag für die Pflege! Endlich machen wir uns auf den Weg in eine Zukunft, die pflegebedürftigen Menschen und ihren Angehörigen Sicherheit verspricht“, begrüßt

 

Verein karikativer Arbeitgeber*innen: „sehr konkrete Maßnahmen – Gewinn für alle“

„Als Verein karitativer Arbeitgeber*innen begrüßen wir es daher besonders, dass nun umfangreiche und sehr konkrete Maßnahmen in der Pflege von der Bundesregierung heute präsentiert wurden und dass auch die Finanzierung gesichert zu sein scheint. Aus Luftschlössern, die jahrelang versprochen wurden, folgen nun überraschend umfangreiche Maßnahmen. Das ist ein Gewinn für alle, die in diesem Bereich tätig sind und mit größtem Einsatz Tag für Tag unter teils fordernden Bedingungen arbeiten“, so Alex Bodmann, Vorsitzender des Vereins, der österreichweit die kollektivvertraglichen Interessen von 41 Mitgliederorganisationen (darunter maßgeblich die Caritasorganisationen) und damit von über 16.000 Beschäftigten im Sozial- und Pflegebereich vertritt.