Gemeinsam möchten die Präsidentin der Politischen Akademie, Bettina Rausch, und der Vorsitzende des neuen Wissenschaftlichen Beirats, Klaus Poier, gegen die Wissenschaftsskepsis anzukämpfen. Foto: Politische Akademie / Georg Mantler

Aufgrund der steigenden Wissenschaftsskepsis in Österreich hat die Politische Akademie der ÖVP die Einrichtung eines Wissenschaftlichen Beirats beschlossen. Zum Vorsitzenden wurde Klaus Poier, Universitätsprofessor an der Karl-Franzens-Universität Graz gewählt.

 

Austausch mit Wissenschaft

In den letzten Jahren wurde unter der Leitung von Abg. Bettina Rausch der Kontakt zwischen der Wissenschaft und der Politischen Akademie gestärkt. Zur Begründung erklärt Bettina Rausch, Präsidentin der Politischen Akademie: „Auch wir wollen ein Beitrag leisten, der Wissenschaftsskepsis zu begegnen. Mit dem Wissenschaftlichen Beirat machen wir die wichtige Rolle der Wissenschaft für die Gestaltung von Politik und Gesellschaft sichtbar. Außerdem holen wir die Wissenschaft stärker in die politische Bildung.“

Der Vorsitzende des neuen Beirates, Klaus Poier, sieht aufgrund der Corona-Pandemie eine Notwendigkeit, Wissenschaft und Politik näher aneinander zu bringen und der Wissenschaftsskepsis in der Öffentlichkeit entgegenzuwirken. „Die Corona-Pandemie hat verstärkt Fragen des Verhältnisses von Wissenschaft und Politik aufgeworfen. Die Diskussion, ob Entscheidungen durch Experten oder durch Politik getroffen werden sollen, ist keine neue, aber dennoch erscheint gerade jetzt der Austausch zwischen Wissenschaft und Politik äußerst wichtig. Bei konkreten Themen, aber besonders über das grundsätzliche Verhältnis. Es ist sinnvoll, dafür mit dem Wissenschaftlichen Beirat der Politischen Akademie einen institutionellen Rahmen zu haben“, so der Vorsitzende Poier.

 

Publikationstätigkeit erhöht

Die Politische Akademie verstärkt zudem ihr publizistisches Engagement. Neben dem traditionellen Jahrbuch für Politik, dem Standardwerk für Politik und Zeitgeschichte in Österreich, sind die Sammelbände „Christlich-soziale Signaturen“ und „Bürgergesellschaft heute“ sowie eine Sammlung zu „75 Jahre Volkspartei“ erschienen (Zur-Sache berichtete über das Jahrbuch für Politik).

In den Publikationen der Politischen Akademie setzen sich Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler verschiedener Disziplinen und unterschiedlicher Richtungen mit Themen auseinander. Meinungsvielfalt in der Bearbeitung grundsatzpolitischer Fragen ist der Politischen Akademie ein Anliegen. „Mit dem Ausbau unserer Publikationstätigkeit, mit mehr wissenschaftlich orientierten Veranstaltungen und dem Aufbau eines Stipendienprogramms sind wir in den letzten Jahren immer stärker auf die Wissenschaft zugegangen. Mit dem Wissenschaftlichen Beirat werden wir diesen Kontakt institutionalisieren und weiter ausbauen“, so Rausch.

Die Politische Akademie hat vor zwei Jahren ein Stipendienprogramm gestartet, mit dem Studierende bei Masterarbeiten und Dissertationen unterstützt werden, die sich mit für die Politische Akademie relevanten Themenb beschäftigen. Für Post-Docs gibt es darüber hinaus ein Fellowship-Programm.

 

25 Mitglieder für Wissenschaftlichen Austausch

Neben dem Vorsitzenden des Beirates, Prof. Poier, finden sich noch weitere prominente Mitglieder des Beirates. So sind etwa Gabriel Felbermayr (WIFO) und Beatrix Karl, frühere Bundesministerin für Bildung, unter den Beiräten. Gemeinsam werden sie mit der Politischen Akademie gegen die zunehmende Wissenschaftsskepsis ankämpfen.

 

 

Gemeinsam möchten die Präsidentin der Politischen Akademie, Bettina Rausch, und der Vorsitzende des neuen Wissenschaftlichen Beirats, Klaus Poier, gegen die Wissenschaftsskepsis anzukämpfen. Foto: Politische Akademie / Georg Mantler
Gemeinsam möchten die Präsidentin der Politischen Akademie, Bettina Rausch, und der Vorsitzende des neuen Wissenschaftlichen Beirats, Klaus Poier, gegen die Wissenschaftsskepsis anzukämpfen. Foto: Politische Akademie / Georg Mantler

Innenpolitik