Startschuss in der Heimatgemeinde Galtür: Landeshauptmannkandidat Toni Mattle wird in den nächsten drei Wochen bis zur Wahl alle 42 Regionen Tirols besuchen. Foto: VP Tirol

Am 25. September wählt Tirol einen Landtag. Kandidat zum Landeshauptmann Anton Mattle und sein Team stellen sich der Wahl. Für Mattle stehen die Unabhängigkeit des Bundeslandes durch die Energiewende, die Pflege und Betreuung sowie die allgemeine Leistungsbereitschaft der Bevölkerung im Zentrum seiner Politik. Zur-Sache analysiert, wer Toni Mattle privat ist, wie er den Weg in die Politik gefunden hat und welche Themen ihn am Herzen liegen. 

 

Wer ist Toni Mattle?

Kandidat zum Landeshauptmann, Anton Mattle ist als eines von vier Kindern am elterlichen Hof in Galtür aufgewachsen. Er besuchte die Landwirtschaftliche Lehranstalt Imst und begann anschließend eine Lehre als Elektroinstallateur, die er 1982 mit der Lehrabschlussprüfung abschloss. Danach begann er die Lehre als Radio- und Fernsehtechniker. Auch diese schloss er mit der Meisterprüfung ab. Mattle war nach seiner Lehre als Elektroinstallateur und als Elektromonteur tätig. 1991 gründete er seine eigene Firma „Elektro Mattle“.

Seine politische Laufbahn begann er bereits frühzeitig. Mit 23 Jahren stellte er sich als Vertreter der Jungbauern für den Gemeinderat in Galtür der Wahl und erhielt ein Mandat. Mattle war von 1992 bis 2021 Bürgermeister von Galtür. Im Jahr 2003 zog Mattle als Spitzenkandidat der Volkspartei für den Bezirk Landeck in den Tiroler Landtag ein. Diesen Erfolg konnte er halten und wurde 2013 erstmals Landtagsvizepräsident. 2018 erzielte Mattle bei den Landtagswahlen mit 8012 Vorzugsstimmen das beste Vorzugsstimmenergebnis aller angetretenen Kandidaten. 

Vergangenes Jahr wurde er vom Landtag zum Landesrat für Wirtschaft gewählt. Nachdem Landeshauptmann und ÖVP-Obmann Günther Platter heuer im Sommer seinen Rückzug aus der Politik ankündigte, wurde Mattle als Nachfolger für die Spitze der Tiroler Volkspartei bestimmt. Zur-Sache berichtete bereits. Privat ist Mattle verheiratet und hat drei Kinder.

 

Anton Mattle ist bereits seit vielen Jahren politisch tätig. Nun kandidiert er als Kandidat zum Landeshauptmann in Tirol. Foto: Land Tirol/Berger

Anton Mattle ist bereits seit vielen Jahren politisch tätig. Nun kandidiert er als Kandidat zum Landeshauptmann in Tirol. Foto: Land Tirol/Berger

Drei Wochen – alle 42 Regionen

Startschuss in der Heimatgemeinde Galtür am vorigen Samstag: Landeshauptmannkandidat Toni Mattle wird in den drei Wochen bis zur Wahl alle 42 Regionen Tirols besuchen. „Wir starten hier und heute, in der westlichsten Gemeinde Tirols, die große Aufholjagd. Jeder Tiroler und jede Tirolerin soll die Möglichkeit bekommen, mich bei Terminen in allen Regionen Tirols kennenzulernen. Bis zum 25. September arbeiten wir uns bis zur östlichen Gemeinde, nämlich Nikolsdorf, vor. Denn jetzt heißt es laufen, laufen, laufen“, so Anton Mattle.

Mattle: Neue Wege einschlagen

Mattle will in wesentlichen Politikfeldern neue Wege einschlagen. „Die Tiroler Volkspartei trägt seit 77 Jahren die Verantwortung in unserem Land, viel Gutes trägt unsere Handschrift. Uns muss aber klar sein, dass sich die Zeit und die Gesellschaft verändern und wir neue Antworten geben müssen. Und das werde ich tun“, erklärt der Landeshauptmannkandidat.

 

„Jeder Tiroler und jede Tirolerin soll die Möglichkeit bekommen, mich bei Terminen in allen Regionen Tirols kennenzulernen. Bis zum 25. September arbeiten wir uns bis zur östlichen Gemeinde Tirols, nämlich Nikolsdorf, vor. Denn jetzt heißt es laufen, laufen, laufen“, so Anton Mattle. Foto: Fischler

„Jeder Tiroler und jede Tirolerin soll die Möglichkeit bekommen, mich bei Terminen in allen Regionen Tirols kennenzulernen. Bis zum 25. September arbeiten wir uns bis zur östlichen Gemeinde Tirols, nämlich Nikolsdorf, vor. Denn jetzt heißt es laufen, laufen, laufen“, so Anton Mattle. Foto: Fischler

Energiewende, Betreuung und Pflege

Vor allem die vergangenen zwei Jahre hätten deutlich gezeigt, dass es neue Energieträger brauche. Tirol leide an einer importierten Teuerung und müsse deshalb rasch raus aus Kohle, Öl und Gas aussteigen. Das Bundesland habe die besten Voraussetzungen, die Energie-Unabhängigkeit zu schaffen. Mattle weiter: „Die Energiewende ist eine Chance für Tirol, die wir nützen müssen – gegen die Teuerung, für den Klimaschutz und als Standortsicherung“.

Auch das Thema Betreuung und Pflege ist für den Landeshauptmannkandidaten ein Herzensthema. Mit einem „Recht auf Kinderbetreuung“ soll jedes Kind ab zwei Jahren möglichst nahe am Wohnort, dem Arbeitsplatz oder dem Arbeitsweg der Eltern einen Betreuungsplatz erhalten – ganzjährig und ganztägig. „Dafür wird es in der kommenden Periode eine neue Ausbaustufe, eine Offensive bei den Betriebskindergärten und einen massiven Ausbau in Regionen mit geringer Versorgung geben. Ab Tag eins meiner Amtszeit sollen Kinderbildung und Kinderbetreuung sowie die notwendigen Ausbaustufen ein gemeinsames Ziel sein“, kündigte Mattle an.

Im Bereich der Pflege will er die Pflegeausbildung wie die Polizeiausbildung höher entlohnen und die Personallücke mit sogenannten qualifiziertem Zuzug schließen. Man müsse bei dem Thema ehrlich sein und der Tatsache ins Auge blicken, dass in der Pflege teilweise Betten gesperrt werden, weil Personal fehle, so Mattle. „Ohne qualifizierte Pflegekräfte von außen wird diese Lücke kurzfristig nicht zu schließen sein“, stellt Mattle klar.

 

„Richtungsweisende Wahl für Tirol“

Besonders wichtig sei für den Landeshauptmann der Leistungsgedanke. Denn er vertrete den Standpunkt „Leistung muss sich lohnen“. Wer mehr leiste, denn müsse auch mehr übrigbleiben. Das soll sich auch in den Pensionen widerspiegeln. Für ihn sei klar, dass die Pensionen gesichert und die Teuerung abgefedert werden müsse.

„Wir sprechen hier von jenen Generationen, die dieses Land aufgebaut haben. Auf Basis von Werten, die uns als Volkspartei wichtig sind: Leistungsbereitschaft, Verantwortungsbewusstsein und Menschlichkeit“, so Mattle.

Die FPÖ sei für ihn eine Partei, die diese Werte nicht achte, den Klimawandel leugne und den sozialen Frieden Österreichs untergrabe. Deshalb habe er sich dazu entschieden, nicht mit der „Kickl-FPÖ“ zu koalieren. Spätestens seit der Ankündigung von FP-Chef Markus Abwerzger, Landeshauptmann werden zu wollen, sei die Landtagswahl zu einer Richtungsentscheidung geworden, erklärt der Kandidat zum Landeshauptmann.

Mattle dazu: „Ich bin felsenfest davon überzeugt, dass die bürgerlichen Kräfte, die eine Politik der Mitte unterstützen, stärker sind, als die Kickl-FPÖ, die versucht, unser Land zu spalten.“

Das gesamte Programm „Neue Energie für Tirol“ finden Sie hier: Neue Energie für Tirol