Innenpolitik

Tourismus wird durch höheres Saisonkontingent entlastet

Herkunftskennzeichnung schafft Vertrauen und Sicherheit für Konsumenten, fördert Regionalität und Klimaschutz. Foto: istock/JazzIRT

Je nach Saison besteht hoher Arbeitskräftebedarf im Tourismus. Dafür wurden Kontingente für die unbürokratische Beschäftigung von Personen aus Drittstaaten festgelegt und aufgestockt. Jetzt wird dieses Kontingent an Saisoniers wenige Tage vor Weihnachten um weitere 400 Plätze erhöht. Das soll den Fachkräftemangel im Tourismus – besonders im Westen Österreichs – etwas mildern und zeitgerecht der guten Buchungslage entsprechen.

 

Insgesamt rund 3.400 Plätze

Arbeits- und Wirtschaftsminister Martin Kocher beschreibt die Maßnahmen und erklärt die Folgen: „Diese Saisonkontingente wurden in den vergangenen Jahren aufgrund des Arbeitskräftemangels kontinuierlich erhöht. Zuletzt wurden im Juli dieses Jahres 1.000 zusätzliche Plätze geschaffen, wodurch österreichweit nahezu 3.000 Plätze für Saisoniers im Tourismus zur Verfügung standen. Die Prognosen für die Wintersaison sind trotz anhaltender Herausforderungen durchaus positiv, deshalb stocken wir ein weiteres Mal um 400 Plätze auf. Von dieser Erhöhung profitieren vor allem die tourismusstarken Bundesländer, in denen die Arbeitslosigkeit besonders gering und das heimische Potenzial an Arbeitskräften weitgehend ausgeschöpft ist.“

Erwartet gute Wintersaison: Susanne Kraus-Winkler. Foto: Nadine Studeny

Erwartet gute Wintersaison: Susanne Kraus-Winkler. Foto: Nadine Studeny

Kraus-Winkler: „Gezielt gegen Fachkräftemangel steuern“

Tourismusstaatssekretärin Susanne Kraus Winkler sieht einen direkten Zusammenhang zwischen den vorhandenen Mitarbeitern und der Buchungslage. Mit dem zusätzlichen Kontingent steuert man gezielt gegen den Fachkräftemangel: „Die Buchungszahlen deuten darauf hin, dass wir auf eine gute Wintersaison zusteuern. Allerdings hat sich in den letzten Wochen abgezeichnet, dass das vorhandene Buchungspotenzial vor allem in den westlichen Bundesländern nicht voll ausgeschöpft werden kann, weil es an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mangelt. Mit der neuerlichen Erhöhung der Saisonkontingente wird gezielt gegengesteuert“, so  Susanne Kraus-Winkler.

 

Drei Viertel des neuen Kontingents entfallen auf Tirol

Von den zusätzlichen Kontingentplätzen entfallen 300 auf Tirol, 75 auf Salzburg und 25 auf Vorarlberg. Während der Saisonspitzen sind Überschreitungen um bis zu 50 Prozent zulässig, sofern die Obergrenzen im Jahresdurchschnitt eingehalten werden. Kraus-Winkler zeigt sich erfreut: „Damit wird gezielt dort geholfen, wo der Bedarf an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aktuell am größten ist.“

 

Tourismus trägt zu Wohlstand bei

Die Zahl der Saisonkontingente im Tourismus wurde innerhalb eines Jahres massiv erhöht und insgesamt fast verdreifacht. „Die letzten zwei Jahre waren aufgrund der Corona-bedingten Einschränkungen der Wirtschaft für den Tourismus sehr schwierig. Deshalb ist es umso wichtiger, die richtigen Rahmenbedingungen zu schaffen, damit die Branche weiterhin ihren Beitrag zum Wohlstand in Österreich leisten kann“, so Kocher abschließend.