Warnungen & Empfehlungen für Silvester

Dr. Katharina Reich (CMO GECKO) warnte zum Jahreswechsel vor einem veränderten Infektionsgeschehen. Foto: BKA / Andy Wenzel / iStock RomoloTavani
Dr. Katharina Reich (CMO GECKO) warnte zum Jahreswechsel vor einem veränderten Infektionsgeschehen. Foto: BKA / Andy Wenzel / iStock RomoloTavani

Um die möglichen Infektionen mit der in Österreich angekommenen Virus-Variante Omikron einzuschränken und die Corona-Pandemie zu bekämpfen, wurden Regeln verschärft. Die Mitglieder der gesamtstaatlichen Covid-Krisenkoordination GECKO erklären die Gründe und sprechen Empfehlungen für Silvester aus.

 

Regeln wirksam verschärft

Erst vor wenigen Tagen wurden die Regeln verschärft, etwa für die Einreise von Gästen aus Ländern mit einer hohen Viruslast oder für Öffnungszeiten und Sperrstunden von Lokalitäten.

Einige Dutzend nicht ausreichend immunisierte Einreisende wurden bereits zurückgesandt, etwa von Innsbruck, über Dutzende weitere wurde etwa in Wien mehrtägige Quarantäne und Testpflicht verhängt.

Die Gründe für herabgesetzte Sperrstunden werden wegen kritischer Reaktionen nochmals erläutert. Die Statements wurden von der Geschäftsstelle der Gecko veröffentlicht.

 

Warnung vor neuer Dynamik der Pandemie

So warnte etwa Dr. Katharina Reich (CMO GECKO) zum Jahreswechsel: „Silvester ist mit großer Wahrscheinlichkeit nicht nur der Jahreswechsel sondern auch markanter Wendepunkt in der Infektionskurve.

Wir müssen Zeit gewinnen und uns jetzt an die Maßnahmen halten.“ Daher die appellierende Empfehlung von Reich: „Lassen Sie sich testen, feiern Sie im kleinen Kreis. Wir lernen Omikron gerade erst kennen, wissen aber bereits, dass die Gefahren groß sind.“

Und was ergibt sich daraus für die nächsten Tage und Wochen? Reich dazu: „Klar ist, dass wir mit einer neuen Dynamik der Pandemie rechnen müssen. Extrem rasche Entwicklungen sind zu erwarten.“

 

Ärztevertreter prognostiziert Omikron-Welle

Ähnlich äußerte sich Dr. Thomas Szekeres, Präsident der Ärztekammer Österreich (Mitglied von GECKO): „Die frühzeitige Sperrstunde um 22 Uhr ist ein wichtiges Signal, um klar zu machen, dass groß angelegte Feiern zum heurigen Jahreswechsel gefährlich sind und gravierende Auswirkungen aufs Infektionsgeschehen haben können. Die Omikron-Welle wird kommen, es liegt aber an uns allen, wie schnell und wie groß sie wird. Wenn wir jetzt vorsichtig sind, dann können wir gemeinsam das Risiko eines weiteren Lockdowns reduzieren.“

 

Für Impfung, gegen Versammlungen

Die aktuell geltenden Maßnahmen würden dazu beitragen, für eine Omikron-Welle vorbereitet zu sein, erklärt Univ. Prof. Markus Müller, Rektor der Med-Uni Wien und Mitglied von GECKO: „Die aktuellen Maßnahmen tragen dazu bei, die Belastung der Intensivstationen weiter zu reduzieren, allen Impfwilligen noch die Gelegenheit zu einer Booster Impfung zu geben und somit für eine Omicron Welle vorbereitet zu sein.“

 

Globale Entwicklung gebietet Vorsicht

Die globale Entwicklung der Infektionen würde ebenfalls die aktuellen Maßnahmen begründen, meint Generalmajor Rudolf Striedinger (COO GECKO): „GECKO ist angetreten, um die Politik wissenschaftlich fundiert zu beraten sowie um militärische Expertise in die operative Umsetzung einzubringen. Die aktuellen globalen Entwicklungen von Omikron zeigen uns deutlich, dass es aus virologischer und medizinischer Sicht nicht ratsam ist, an großen Versammlungen, wie Demonstrationen, teilzunehmen. Wenn notwendig, dann mit Maske und ausreichend Abstand.“