Wie der Arbeitsmarkt weiterhin der Krise trotzt

Minister Kocher zeigt sich erfreut über die geringe Arbeitslosigkeit, Foto: BKA/Florian Schrötter
Minister Kocher zeigt sich erfreut über die geringe Arbeitslosigkeit, Foto: BKA/Florian Schrötter

Weniger Arbeitslose als vor der Pandemie, weniger Kurzarbeiter als im Vorjahr und weniger saisonale Arbeitslose als sonst. Diese positive Bilanz des Arbeitsmarktes ergeben die aktuellen Zahlen des Arbeitsministeriums. „Die pandemiebedingten Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt halten sich in Grenzen“, resümiert Arbeitsminister Martin Kocher.

 

Über 20.000 mehr beschäftigt als vor der Krise

Aktuell sind 410.507 Personen beim AMS arbeitslos oder in Schulung gemeldet. 342.738 Personen davon sind auf Arbeitssuche, 67.769 Schulungsteilnehmer gibt es derzeit.

Die für den Jahresbeginn üblichen saisonalen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt sind dabei im Jahresvergleich eher gering. Normalerweise steigt die Arbeitslosigkeit zu Jahresbeginn stärker als dieses Jahr. (2022: Steigerung um 8.129 Personen / 2019 Steigerung um 17.658 Personen)

Damit liegt die Arbeitslosigkeit inklusive Schulungsteilnehmern derzeit unter den Werten der Vergleichszeitpunkte 2019 (-21.087) und 2020 (-11.247) und deutlich unter dem Niveau von 2021 (-126.704). Damit gibt es wesentlich weniger Arbeitslose als noch vor der Pandemie.

 

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„Saisonale Effekte und ein dadurch bedingter Anstieg der Arbeitslosigkeit sind am österreichischen Arbeitsmarkt typisch. Erfahrungsgemäß ist damit zu rechnen, dass der saisonale Anstieg der Arbeitslosigkeit die Entwicklung des Arbeitsmarkts bis ins Frühjahr prägen wird. Der Vergleich zu den Jahren 2021, 2020 und 2019 zeigt aber, dass sich die pandemiebedingten Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt weiterhin, wie seit Herbst 2021, in Grenzen halten“, so Arbeitsminister Martin Kocher.

 

Deutlich weniger Kurzarbeit als im Vorjahr

Dass sich der Arbeitsmarkt trotz anhaltender epidemiologischer Herausforderungen im Zusammenhang mit der Virusmutation Omikron weitaus besser entwickelt als im Vorjahr machen auch die sinkenden Anmeldungen zur Kurzarbeit deutlich, die derzeit bei 114.961 liegen. Im Vergleich zum Jahresende 2021 ist das ein Rückgang um 61.568 Voranmeldungen.

„Dieser deutliche Rückgang liegt vor allem daran, dass viele Unternehmen, die in vergangenen Lockdowns Kurzarbeit beanspruchen mussten, aktuell keine wirtschaftliche Notwendigkeit sehen, ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zur Kurzarbeit voranzumelden. Es ist zu hoffen, dass die pandemische Entwicklung zu keinen weiteren Einschränkungen führt und damit die Kurzarbeitsanträge begrenzt bleiben. Sie sind jedenfalls um ein Vielfaches niedriger als vor einem Jahr“, betont der Arbeitsminister abschließend.