Wifo-Studie beweist: Hilfsmaßnahmen sicherten Arbeitsplätze & Unternehmen

Foto: iStock/ljubaphoto
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Die nun erschienene Wifo-Studie beweist, dass die staatlichen Hilfsmaßnahmen in der Corona-Krise Liquiditätsengpässe von Unternehmen verkleinert und den Abbau von Jobs deutlich verringert hat. Das zeigt, dass die „wirtschaftlichen Hilfen während der Krise gewirkt haben“, so Finanzminister Gernot Blümel.

 

So konnte in Österreich eine Pleitewelle verhindert werden

Für die Wifo-Ökonomen hat ein Vergleich unterschiedlicher Szenarien ergeben, dass die Hilfsmaßnahmen der Bundesregierung die Liquiditätslücke der Betriebe „soweit verkleinert, dass in Verbindung mit den staatlichen Haftungen eine Pleitewelle verhindert werden konnte“.

Zudem hat auch der zum Jahresende 2020 neu eingeführte und „einfach und großzügig“ ausgestaltete Lockdown-Umsatzersatz laut Wifo-Studie einen deutlichen Mittelfluss für die Unternehmen gebracht. So wurden laut der Studie innerhalb von nur zwei Monaten an 99.300 Unternehmen insgesamt 1,9 Mrd. Euro ausgezahlt.

„Die lockere Gestaltung der Antragsbedingungen eröffnete jedoch einen Spielraum zur Überförderung von Unternehmen, das heißt von Unternehmen deren COVID-19 bedingte Umsatzausfälle niedrig blieben“, zitiert etwa der Kurier die Studienautoren.

Für Finanzminister Blümel ist klar: „Unsere schnellen und unbürokratischen Hilfsinstrumente waren treffsicher und hatten den gewünschten Effekt, Liquidität in den Unternehmen zu sichern.“ Damit seien viele Unternehmen vor der Insolvenz bewahrt worden, so der Finanzminister.

 

Finanzminister Gernot Blümel; Foto: BKA/Christopher Dunker

Finanzminister Gernot Blümel; Foto: BKA/Christopher Dunker

Arbeitsplätze konnten gesichert werden

Die Ergebnisse der Wifo-Szenarienanalyse zeigen auch auf, dass ohne Krisenmaßnahmen der Anteil der Unternehmen mit Liquiditätsschwierigkeiten von rund 8,1 % in „normalen“ Zeiten auf 15,4 % in der Coronakrise gestiegen wäre. Mit den staatlichen Corona-Wirtschaftshilfen sei dieser Wert bei 9,9 % der Unternehmen gehalten worden. Außerdem seien durch die Wirtschaftshilfen „zahlreiche Arbeitsplätze“ gesichert worden, so Blümel mit Verweis auf die Ergebnisse des Wirtschaftsforschungsinstituts.

Der Finanzminister lobte auch den Bankensektor. „Ich will mich bei allen Mitarbeitern der Kreditinstitute bedanken, dass sie ihrer Verantwortung in dieser schwierigen Krise nachgekommen sind. Danke für Ihre Flexibilität in dieser unvorhersehbaren Zeit“.

 

Österreich auf Platz 1 in EU bei Corona-Hilfen

In Österreich gab es mehr Hilfe pro Kopf als in anderen Ländern: In den Jahren 2020 und 2021 hat Österreich insgesamt über 10 % des Brutto-Inlandsproduktes (BIP) für COVID-Hilfsmaßnahmen verwendet. Der EU-Durchschnitt beträgt 5,5 % des BIP. Das bestätigte das Wirtschaftsinstitut EcoAustria.

Weiters ermöglichte die Bundesregierung durch die Bereitstellung von umfangreichen finanziellen Mitteln die nötigen Maßnahmen im Bereich der Gesundheits- und Sozialpolitik. Daher stiegen zwar die Ausgaben im Staatsbudget gegenüber 2019 um 24,4 Mrd. Euro. Durch dieses Geld konnte aber die Eindämmung der Corona-Infektionen ermöglicht werden. Zur-Sache berichtete.

Die vollständige Wifo-Studie finden sie auf der Website des Wirtschaftsforschungsinstituts.