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Das Büro Brauner – (k)ein SPÖ-Einzelfall?

Zur-Sache stellt die Frage: Handelte es sich bei Brauners Sinnlos-Versorgungsbüro wirklich nur um einen SPÖ-Einzelfall? Foto: iStock.com/ gradts; Schrötter; SPÖ.at

Jetzt gibt es sogar das Wiener Rathaus laut Medienberichten zu: Der Versorgungsjob von Ex-SPÖ-Stadträtin Renate Brauner war „für die Fisch“. So titelte etwa die Kronen Zeitung treffend dieser Tage. Nun wurden weitere Luxus-Gehälter von 13 Managern der im Besitz der Stadt Wien befindlichen Betriebe bekannt. Zur-Sache stellt daher die Frage: Handelte es sich bei Brauners Sinnlos-Versorgungsbüro wirklich nur um einen SPÖ-Einzelfall?

 

Gehaltexzesse bei Stadt Wien Betrieben

Der Wiener Stadtrechnungshof machte zur Wochenmitte öffentlich, dass insgesamt 13 Geschäftsführer stadteigener Unternehmen mehr als 18.000 Euro brutto verdienen. Das ist mehr als das Gehalt des Wiener Bürgermeisters.

„Die Gehaltsexzesse in den gemeindeeigenen Unternehmen der Stadt Wien widersprechen jeder Vernunft“, kommentiert Laura Sachslehner, Generalsekretärin der Neuen Volkspartei, gegenüber Zur-Sache.

Während die Stadt Wien also alltäglich Gebühren wie für Parken, Wohnen oder Wasser noch weiter in die Höhe treibt, kassieren einige wenige Manager zu Lasten der Wiener Steuerzahler unverhältnismäßig ab, so Sachslehner zu den Luxus-Gehältern.

 

Luxus-Gehälter erinnern an Sinnlos-Büro

Die SPÖ geführte Stadt Wien schuf nach dem Ausscheiden aus der Landesregierung für Renate Brauner mit dem „Büro für Daseinsvorsorge“ einen neuen Job. Kostenpunkt: 750.000 Euro in nur 26 Monaten. Ziele: keine.

Renate Brauner ging mit dem Erreichen ihres Pensionsalters in den Ruhestand, das Büro wurde eingestellt. Nun stellt sich die Frage, ob Brauners Sinnlos-Büro ein SPÖ-Einzelfall war oder doch System hat.

Die 13 Luxus-Gehälter lassen allen Anschein, dass wohl öfter „gegen jede Vernunft“ von Seiten der Stadt Wien im Puncto Personalpolitik gehandelt wird. Für Sachslehner ist klar, dass SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig nun am Zug ist, diesem Spuk ein Ende zu setzen. „Denn diese überhöhten Gehaltssummen sind ein fatales Signal an die Bevölkerung, die diese Gehälter finanzieren muss“, betont die VP-Generalsekretärin.