Kommentare

Grünen-Postenschacher offenbart Doppelmoral

Grüner Postenschacher Foto: IStock

Der aktuellste Postenschacher bei den Grünen schlägt hohe Wellen. Dieter Brosz – Grüner Ex-Nationalrat und Intimus von Werner Kogler – wird Abteilungsleiter im Sportministerium, das sein Freund und Vizekanzler Werner Kogler als Ressortchef führt. Dieser Postenschacher ist deshalb besonders brisant, da sich ausgerechnet die Grünen-Abgeordnete Nina Tomaselli wiederholt und lautstark über eine Jahre zurückliegende Besetzung aufregte. Diese Entwicklung offenbart einen klaren Fall von Doppelmoral!

 

Doppelmoral

Andreas Hanger, Nationalratsabgeordneter der ÖVP, kritisiert die heute bekannt gewordene Postenbesetzung der Grünen scharf: „Die grüne Doppelmoral, die Besetzungen mit eigenen Leuten offenbar stets gutheißt und Besetzungen anderer, vor allem bürgerlicher oder rechter Parteien, stets kritisiert, ist völlig inakzeptabel. Seit der grünen Regierungsbeteiligung werden laufend grüne Parteigängerinnen und Parteigänger in Positionen in Ministerien oder dem staatsnahen Bereich gehievt, so ehrlich muss auch Kollegin Tomaselli sein“.

Foto: Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen

Foto: Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen

Kritik an BM Gewessler

Auch Leonore Gewessler stand bereits in der Kritik, Aufsichtsräte von Unternehmen umzufärben, die ihrem Ministerium nahestehen. So wurde etwa im Austro-Control Aufsichtsrat Karin Tausz eingesetzt. Tausz brachte zwar keine Erfahrung in einem ähnlichen Bereich mit, dafür aber Erfahrung als Grüne Bezirksrätin.

Ulrike Lunacek hingegen besetzte in ihrer kurzen Amtszeit ebenfalls Posten. Dabei fällt die Generaldirektorin des Naturhistorischen Museums auf. Katrin Volhand war als Landespolitikerin für die Grünen engagiert.

Die Junge Volkspartei quittierte den Postenschacher im Ressort des Parteichefs der Grünen, Werner Kogler, mit beißender Ironie: Offenbar sei es Koglers Vorgängern Heinz-Christian Strache und Hans Peter Doskozil nicht gelungen, die Qualitäten und Qualifikation von Dieter Brosz zu erkennen. Aber jetzt, wo dies Kogler zustande gebracht habe und Brosz bestellt sei, würde die Junge Volkspartei den neuen Abteilungsleiter unterstützen. Dessen Parteifreunde Nina Tomaselli und David Stögmüller werden von der JVP – ironisch gemeint – gebeten, sich mit Kritik am Postenschacher zumindest in diesem Fall zurückzuhalten.

 

 

Grüner Postenschacher Foto: IStock
Foto: iStock.com/ FangXiaNuo; zursache.at
Für welche Aufgaben und Arbeiten kann künstliche Intelligenz menschliche Arbeitskraft ersetzen? Der drängenden Frage sollte mit Souveränität begegnet werden, argumentiert Rudolf Taschner. Foto (mit KI-Hilfe erstellt): ccnull.de / Marco Verch

Künstliche Intelligenz – Fortschritt und Souveränität

Lesen bildet - aber Bildung und Ausbildung sollten unterschieden werden, schreibt Rudolf Taschner in seinem Essay "Bildung - ein Missverständnis". Fotos: ÖNB / Klaus Pichler

Rudolf Taschner: “Bildung – ein Missverständnis”

Was kann und was soll Künstliche Intelligenz? Rudolf Taschner, Mathematiker und Wissenschaftssprecher der ÖVP, erläutert in einem Essay, worum es geht. Foto: Pixabay / AllThatChessNow, ai-generated

Was kann und was soll Künstliche Intelligenz

Rudolf Taschner zieht eine positive Zwischenbilanz: Die Lehrerausbildung wird in Österreich nach vielen Jahren reformiert Das wirkt, denn der Lehrermangel ist gemildert. Foto: istock/skynasher

Taschner zu den Früchten der Bildungspolitik: Mangel an Lehrern gemildert

In seinem Gastbeitrag für Zur-Sache spricht sich Oecolution Geschäftsführer Christian Tesch für Investitionen in den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur in Österreich aus. Foto: istock/gettinthere

Österreich könnte beim Wasserstoff zum europäischen Drehkreuz werden

Wissenschaft ermöglich ständig wachsenden Wohlstand für alle, sagt der Wissenschaftler und Bildungssprecher der ÖVP, Rudolf Taschner. Er erläutert die Wege zu einer guten Wissenschaft, warnt vor Abwegen und appelliert an die Wissenschaftspolitik. Foto: Infineon (Linz)

Rudolf Taschner über Wissenschaftspolitik – Wege und Abwege