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Ein Pfingstwunder für Österreich

Foto: ÖVP/Florian Schrötter

Die Lage macht Mut und stiftet Zuversicht. Die Infektionen mit Corona gehen deutlich zurück, die Anzahl der Geimpften steigt hingegen ständig an und die nächsten Schritte an Öffnungen stehen bevor. Stets mehr Unternehmen, insbesondere kleine und mittlere, kommen wieder in Betrieb und die Anzahl der Beschäftigten steigt. Allein: Selbst wenn es so aussieht ist das kein Pfingstwunder. Pfingsten ist und bleibt ein religiöses Fest der Christenheit. Die Entwicklung hinsichtlich Gesundheit und Wirtschaft hingegen ist Ergebnis harter und beharrlicher Arbeit. Unser aller.

Diese Arbeit wird an vielen Stellen geleistet, von der Medizin über die Verwaltung bis in Gesetzgebung, von den Betrieben und Unternehmen bis in die Werkstätten und Bauernhöfe. Tausende erbringen ihre Leistung und alle haben samt und sonders ein Recht darauf, dass diese Leistung anerkannt wird. Und dort, wo sie nicht erbracht werden kann, sind Hilfe und Unterstützung angesagt. Derzeit im Umfang von über 35 Milliarden Euro.

Beklemmend ist hingegen, dass sich zugleich mit der Besserung der Lage von Staat, Wirtschaft und Gesellschaft die Stimmung in der Innenpolitik ständig verschlechtert. Auf der nach unten offenen Skala an Unterstellungen und Kränkungen sind stets neue Tiefstwerte zu verzeichnen. Aus einzelnen Kommentaren und Stellungnahmen in den sogenannten sozialen Medien sprechen teils tiefer Hass, unerbittlich geführter Streit, sogar Unversöhnlichkeit.

In dem Stimmengewirr wird manches übersehen. Etwa, dass die Bundesregierung durch ordentliche Wahlen und eine Mehrheit in der Gesetzgebung eine feste demokratische Legitimation hat. Daraus erwachsen zudem Verpflichtungen und Verantwortung. Es bietet sich an, dies alles dann doch in die Waagschale zu legen, ehe in Bausch und Bogen über Kanzler Kurz und das Kabinett geurteilt, dieses politisch verurteilt wird. Österreich benötigt etwas mehr an Sachlichkeit und Fairness in der politischen Debatte. Darauf wird man hoffen dürfen. Selbst wenn es manche für ein Pfingstwunder erachten.

Foto: ÖVP/Florian Schrötter
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