Kommentare

Neue Kraft für Gastro-Betriebe

Die neue Pauschale für Trinkgeld bringt Fairness und Rechtssicherheit in die Gastronomie.

Die Forderung ist alt, die Initiative ist neu: Basierend auf einer Studie von Eco Austria will Finanzminister Gernot Blümel das Eigenkapital in Unternehmen steuerlich besser und dem Fremdkapital gleich stellen.

 

Unternehmen brauchen Eigenkapital, auf das sie zugreifen können, doch gerade in Österreich ist die Ausstattung der Unternehmen mit Eigenkapital niedrig. Einer der Gründe liegt dafür liegt darin, dass Fremdkapital steuerlich begünstigt ist, denn die Kosten dafür können steuerlich geltend gemacht werden, was für Eigenkapital nicht möglich ist. Das soll sich nun ändern, wie Finanzminister Gernot Blümel in einem Pressegespräch mit Monika Köppl-Turyna von Eco-Austria ankündigte.

Bereits im Jahr 2022 könnte das Eigenkapital in der steuerlichen Behandlung mit Fremdkapital gleichgestellt sein, erklärte Blümel. Das von Eco Austria in einer Studie vorgeschlagene Modell sieht eine fiktive Verzinsung des Eigenkapitals vor, die zwei Prozentpunkte über den Euribor liegen könnte (Euribor ist ein Zinssatz für Geschäfte zwischen Banken).

 

Folgen der Krise

Diese Initiative steht in einem unmittelbaren Zusammenhang mit den ökonomischen Folgen der Corona-Krise. Die Ausstattung österreichischer Unternehmen, insbesondere jener in Hotellerie und Gastronomie, sei schon vor der Krise niedrig gewesen. Daher sei in Wiederaufbauplänen vorgesehen, diese zu verbessern. Die von Eco Austria dazu erstellte Studie verweist auf Schweden, Schweiz und baltische Staaten und deren steuerlich günstige Behandlung von Eigenkapital. Dies soll für Österreich übernommen werden. Dadurch könnten der Polster an Eigenkapital in den nächsten Jahren um bis zu 25 Milliarden Euro wachsen und zwischen 50.000 und 80.000 neue Arbeitsplätze entstehen. Die Kosten für den Staat lägen bei 0,5 bis 1,2 Milliarden Euro, würden jedoch durch Wachstum etwa zur Hälfte aus der Maßnahme selbst finanziert werden.

Diese Initiative zur Stärkung des Eigenkapitals aus den Unternehmen heraus soll diesen mehr Kraft und Krisenfestigkeit geben und ist insbesondere für Gastronomie und Hotellerie angelegt. Diese Branchen hätten einerseits unter den Beschränkungen des Corona-Lockdowns besonders gelitten, seien andererseits für Österreichs Wirtschaft besonders bedeutsam.

 

Statement des Finanzministeriums und Studie unter: https://www.bmf.gv.at/presse/pressemeldungen/2021/mai/eigenkapitalverzinsung.html

Die neue Pauschale für Trinkgeld bringt Fairness und Rechtssicherheit in die Gastronomie.
Die neue Pauschale für Trinkgeld bringt Fairness und Rechtssicherheit in die Gastronomie.
Für welche Aufgaben und Arbeiten kann künstliche Intelligenz menschliche Arbeitskraft ersetzen? Der drängenden Frage sollte mit Souveränität begegnet werden, argumentiert Rudolf Taschner. Foto (mit KI-Hilfe erstellt): ccnull.de / Marco Verch

Künstliche Intelligenz – Fortschritt und Souveränität

Lesen bildet - aber Bildung und Ausbildung sollten unterschieden werden, schreibt Rudolf Taschner in seinem Essay "Bildung - ein Missverständnis". Fotos: ÖNB / Klaus Pichler

Rudolf Taschner: “Bildung – ein Missverständnis”

Was kann und was soll Künstliche Intelligenz? Rudolf Taschner, Mathematiker und Wissenschaftssprecher der ÖVP, erläutert in einem Essay, worum es geht. Foto: Pixabay / AllThatChessNow, ai-generated

Was kann und was soll Künstliche Intelligenz

Rudolf Taschner zieht eine positive Zwischenbilanz: Die Lehrerausbildung wird in Österreich nach vielen Jahren reformiert Das wirkt, denn der Lehrermangel ist gemildert. Foto: istock/skynasher

Taschner zu den Früchten der Bildungspolitik: Mangel an Lehrern gemildert

In seinem Gastbeitrag für Zur-Sache spricht sich Oecolution Geschäftsführer Christian Tesch für Investitionen in den Ausbau der Wasserstoffinfrastruktur in Österreich aus. Foto: istock/gettinthere

Österreich könnte beim Wasserstoff zum europäischen Drehkreuz werden

Wissenschaft ermöglich ständig wachsenden Wohlstand für alle, sagt der Wissenschaftler und Bildungssprecher der ÖVP, Rudolf Taschner. Er erläutert die Wege zu einer guten Wissenschaft, warnt vor Abwegen und appelliert an die Wissenschaftspolitik. Foto: Infineon (Linz)

Rudolf Taschner über Wissenschaftspolitik – Wege und Abwege