Parlament

Zur-Sache Umfrage exklusiv: Mehrheit meint, Ibiza-U-Ausschuss hat vor allem Kosten verursacht

Worum geht es der Opposition um Stephanie Krisper (NEOS) und Kai-Jan Krainer (SPÖ) wirklich?

„Außer Spesen nichts gewesen“

Die Meinung, der Ibiza-Ausschuss habe vor allem Kosten verursacht, wird in allen Wählergruppen mehrheitlich geteilt. Dies ist das Ergebnis einer im Juni durchgeführten Umfrage des Instituts für Demoskopie und Datenanalyse (IfDD) im Auftrag von Zur-Sache. Diese negative Einschätzung wird quer durch die österreichische Bevölkerung geteilt, in allen Wählergruppen, Alters- und Bildungsschichten, wie IfDD-Geschäftsführer Christoph Haselmayer erläutert: „62 % stimmen der Aussage zu oder eher zu: Außer Spesen nichts gewesen“. Das ist, so Haselmayer, „sicher dem politischen Hick-Hack im U-Ausschuss und den öffentlichen Debatten geschuldet“.

 

Grafik: Zur-Sache.at

Grafik: Zur-Sache.at

Ansichten nach Parteipräferenz

Den höchsten Anteil an Zustimmung erhält die Aussage, außer Spesen nichts gewesen, von den Wählern der ÖVP und der FPÖ mit jeweils 72 %, gefolgt von den Wählern der SPÖ (52 % Zustimmung), der Grünen (49 % Zustimmung) und der Neos (47 % Zustimmung). Dieser Aussage hingegen nicht zuzustimmen, sagen 44 % der Grün-Wähler, 43 % der SPÖ-Wähler, 28 % der Neos-Wähler, 23 % der FPÖ-Wähler und 15 % der ÖVP-Wähler.

Mehr als ein Zehntel, konkret 12 % sagen, sie wüssten es nicht oder wollen keine Angabe machen. Unter diesen Antwortverweigerern überwiegen die Neos-Wähler, von denen 25 % keine Angabe machen wollten. Dies war weiters so bei 13 % der ÖVP-Wähler, 7 % der Grün-Wähler und je 5 % der Wähler von SPÖ und FPÖ.

Bemerkenswert ist also, dass selbst unter den Wählern der Oppositionsparteien eine relative Mehrheit der Ansicht ist, für den Ibiza-Ausschuss gelte das Wort, außer Spesen nichts gewesen. Die Zustimmung zu dieser Aussage überwiegt in allen Wählergruppen die Nicht-Zustimmung. So steht es bei SPÖ-Wählern 52 % Zustimmung zu 43 % Nicht-Zustimmung, bei den Grünen 49 % zu 44 % und bei den Neos 47 % zu 28 %. Das bedeutet, dass die Fraktionsführer der Opposition im Ausschuss, Kai Jan Krainer (SPÖ) und Stephanie Krisper (Neos) nicht einmal ihre Wähler zu überzeugen vermochten, ganz im Gegenteil, auch diese sind mehrheitlich der Ansicht, der Ibiza-Ausschuss habe mehr an Spesen als an Ergebnis mit sich gebracht.

 

“U-Ausschuss hat politische Stimmung auf Tiefpunkt geführt”

Im Allgemeinen, so Haselmayer, könne man festhalten: „Der U-Ausschuss konnte zwar Dinge aufzeigen, hat aber die politische Stimmung im Land auf einen Tiefpunkt geführt.“ Was ist dann eine mögliche Folge davon? Haselmayer dazu: „Deswegen nehmen immer mehr Menschen im politischen Warteraum Platz und wenden sich in Scharen von der Politik ab, nämlich bei allen Parteien.“

Worum geht es der Opposition um Stephanie Krisper (NEOS) und Kai-Jan Krainer (SPÖ) wirklich?
Stephanie Krisper (NEOS) und Kai-JAn Kariner (SPÖ) führen die Opposition im U-Ausschuss an.
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