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Bauern drängen auf Importkontrollen

Die Tierhaltung – etwa für Kühe – unterliegt in Österreich strengen Vorschriften. Diese dürfen nicht durch unkontrollierte Importe etwa von Rindfleisch unterlaufen werden. Die Bauern drängen auf Kontrollen und Herkunftskennzeichnung. Foto: Pixabay ELG 21

Die österreichischen Produzenten von Lebensmitteln drängen auf die Kontrolle von Importen und die strikte Kennzeichnung der Herkunft von Nahrungsmitteln: „Die Anforderungen an Qualität, Umwelt- und Lebensmittelsicherheit dürfen nicht durch Importe unterlaufen werden“, sagt ÖVP-Agrarsprecher Georg Strasser. Und er verweist auf einen Antrag an die Bundesregierung.

 

Bauern wollen fairen Wettbewerb

Die drei Regierungsfraktionen verabschiedeten am Freitag im Ausschuss für Land- und Forstwirtschaft des Nationalrates einen Entschließungsantrag. Darin wird die Bundesregierung aufgefordert, durch wirksame Importkontrollen bei Agrarerzeugnissen aus Drittstaaten für faire Wettbewerbsbedingungen zu sorgen.

Georg Strasser, Präsident des Bauernbundes: Standards dürfen nicht unterlaufen werden. Foto: Bauernbund

Georg Strasser, Präsident des Bauernbundes: Standards dürfen nicht unterlaufen werden. Foto: Bauernbund

Schutzklauseln seien vereinbart und Sicherheitsvorkehrungen getroffen werden, argumentiert Strasser. Dafür müsse sich die Regierung nun in Europa einsetzen.

Ein wesentlicher Punkt ist die Kontrolle von Rückständen. Einige Wirkstoffe für Pflanzenschutz sind in der EU nicht zugelassen. Daher müsse nun gesichert werden, dass diese Standards auch bei importierten Produkten gelten, sagt Strasser.

Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer: Herkunft kennzeichnen. Foto: LKÖ, Jung-Leithner

Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer: Herkunft kennzeichnen. Foto: LKÖ, Jung-Leithner

Herkunftsbezeichnung in der Gastronomie

Auf die Bezeichnung der Herkunft in der Gastronomie drängte – einmal mehr – der Präsident der Landwirtschaftskammer Österreich, Josef Moosbrugger.

„Ziel ist ein einfaches, automatisiertes System, das für die Gastronomie praktikabel und unbürokratisch ist, aber unzweifelhaft Auskunft gibt, woher die tierischen Primärzutaten Milch, Fleisch und Eier kommen“, erklärte Moosbrugger.

Die Landwirtschafts- und die Wirtschaftskammer arbeiten seit dem Frühjahr an einem Modell für die Kennzeichnung der Herkunft. Eine Variante davon ist die Initiative Gut zu Wissen,  eine andere das AMA-Gütesiegel.

Die Initiative wird von der ÖVP unterstützt, wie Generalsekretär Nico Marchetti erklärte. Die Landwirtschaft sei das Rückgrat der Versorgung und der Garant für Qualität. Also müssten faire Marktbedingungen herrschen, um den Bauern die hohen Standards auch wirtschaftlich zu honorieren.

Die Tierhaltung – etwa für Kühe – unterliegt in Österreich strengen Vorschriften. Diese dürfen nicht durch unkontrollierte Importe etwa von Rindfleisch unterlaufen werden. Die Bauern drängen auf Kontrollen und Herkunftskennzeichnung. Foto: Pixabay ELG 21
Die Tierhaltung – etwa für Kühe – unterliegt in Österreich strengen Vorschriften. Diese dürfen nicht durch unkontrollierte Importe etwa von Rindfleisch unterlaufen werden. Die Bauern drängen auf Kontrollen und Herkunftskennzeichnung. Foto: Pixabay ELG 21