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Budgetdefizit um 3,7 Milliarden Euro geringer
Der Budgetausschuss befasst sich in seiner aktuellen Sitzung mit dem Budgetvollzug des abgelaufenen Jahres. Das vorläufige Ergebnis zeigt eine positive Entwicklung, denn das Konsolidierungsvolumen des Bundeshaushalts 2025 wurde erreicht. Das vorläufige Defizit des Bundes fällt sogar mit 3,7 Milliarden Euro besser aus, als im Bundesvoranschlag prognostiziert.
Weniger Auszahlungen, mehr Einnahmen
Im Dezember 2025 beliefen sich die Auszahlungen auf 121,5 Milliarden Euro also 1,7 Milliarden unter dem geplanten Wert. Der Rückgang resultiert vor allem aufgrund des strengen Vollzugs und bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen, heißt es in einer Aussendung der Parlamentskorrespondenz. Gleichzeitig führten gestiegene Arbeitslosenzahlen zu höheren Mehrausgaben. Auf der Einnahmenseite erreichten die Einzahlungen 107,1 Milliarden Euro und damit 2,0 Milliarden über dem Voranschlag. Die positiven Effekte stammen aus höheren Bruttolohnsummen, stärkerem privaten Konsum und höheren Bruttoabgaben, insbesondere bei Umsatzsteuern und Kapitalertragsteuern.
Die Ausgaben für Energie‑ und COVID‑19‑Maßnahmen reduzierten sich hingegen stark. Insgesamt beliefen sie sich 2025 auf 0,7 Milliarden Euro, also um 3,4 Milliarden weniger als im Vorjahr. Der Wegfall des Klimabonus trug ebenfalls zu einem Rückgang von 1,8 Milliarden Euro bei. Die Auszahlungen für Energiekrisenmaßnahmen beliefen sich 2025 auf 0,6 Milliarden Euro und gingen damit um 2,9 Milliarden zurück.
Finale Budgetzahlen erst Ende März
Der gesamtstaatliche Saldo, der Bund, Länder, Gemeinden und Sozialversicherungen umfasst, wird voraussichtlich Ende März 2026 von der Statistik Austria veröffentlicht. Die EU‑Fiskalregeln und der österreichische Stabilitätspakt verlangen weiterhin strikten Budgetvollzug und die Umsetzung aller Konsolidierungsmaßnahmen.





