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OECD bescheinigt Österreich Wirtschaftserholung

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger präsentierte gemeinsam mit OECD-Generalsekretär Mathias Cormann, Finanzminister Markus Marterbauer und Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl den neuesten Wirtschaftsbericht der OECD zu Österreich in Wien. Foto: © BMEIA/ Michael Gruber

Die OECD präsentierte am Donnerstag ihren aktuellen Wirtschaftsbericht für Österreich. Der Bericht lässt vorsichtigen Optimismus aufkommen, was die wirtschaftliche Entwicklung des Landes betrifft. Die Jahre der Rezession dürften demnach endgültig vorbei sein. Trotzdem mahnt der Bericht auch ein, weitere Reformen anzugehen.

 

Nach der Rezession in den Jahren 2023-2024 wird sich das österreichische Wirtschaftswachstum den Projektionen der OECD zufolge allmählich erholen. Laut der Studie sind Reformen zur Verringerung des Haushaltsdefizits, zur Bewältigung der Folgen der Bevölkerungsalterung und zur Steigerung der Unternehmensdynamik wichtig, um das Wachstum und die wirtschaftliche Resilienz aufrechtzuerhalten.

 

2027: 1,3 % Wachstum und 2,2 % Inflation

Der jüngste OECD-Wirtschaftsbericht Österreich projiziert einen von steigenden Realeinkommen, einer nachlassenden Inflation und stabiler Beschäftigung gestützten Anstieg des BIP-Wachstums von 0,6 % letztes Jahr auf 1,1 % dieses Jahr und 1,3 % im Jahr 2027. Für 2027 wird mit einer Inflationsrate von 2,2 % gerechnet. Ein Hauptunsicherheitsfaktor für den Ausblick ist ein anhaltender Konflikt im Nahen Osten, der zu höherer Inflation und geringerem Wachstum führen könnte.

„Österreichs Einkommen und Lebensstandard sind hoch, was starken Institutionen, gut ausgebildeten Arbeitskräften und der tiefen Integration in die europäischen und globalen Märkte zu verdanken ist. Eine nachhaltige Rückführung des Haushaltsdefizits sowie Reformen im Renten-, Arbeitsmarkt- und Gesundheitsbereich würden dazu beitragen, die Tragfähigkeit der öffentlichen Finanzen zu sichern und den Auswirkungen der Bevölkerungsalterung entgegenzuwirken“, erklärt OECD-Generalsekretär Mathias Cormann bei der Präsentation der Studie am Donnerstag in Wien.

OECD empfiehlt Steuerreform

Österreich hat einen über sieben Jahre bis 2031 laufenden Haushaltskonsolidierungsplan aufgestellt, um das Defizit von 4,7 % des BIP 2024 bis 2028 auf unter 3 % des BIP zurückzuführen und die Schuldenlast mit der Zeit zu verringern. Zusätzliche Steuerreformen würden dazu beitragen, dem aufgrund der Bevölkerungsalterung, des Verteidigungsbedarfs und des Klimawandels steigenden Ausgabendruck zu begegnen, heißt es in dem Bericht.

 

Empfehlungen für Reformen

Die Studie empfiehlt unter anderem:

  • Kopplung des gesetzlichen Renteneintrittsalters an die steigende Lebenserwartung
  • Reduzierung von Anreizen zur Frühverrentung
  • Höhere Vollzeitbeschäftigung von Frauen durch Ausbau bezahlbarer Kinderbetreuung
  • Lockerung der Zutrittsschranken in Dienstleistungssektoren
  • Reduzierung des Regulierungsaufwands für Unternehmen
  • Schnellere Digitalisierung und Stärkung des Wettbewerbs auf wichtigen Märkten

Der gesamte Wirtschaftsbericht der OECD kann hier abgerufen werden.

 

Lesetipp: Wirtschaft dreht ins Plus

Außenministerin Beate Meinl-Reisinger präsentierte gemeinsam mit OECD-Generalsekretär Mathias Cormann, Finanzminister Markus Marterbauer und Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl den neuesten Wirtschaftsbericht der OECD zu Österreich in Wien. Foto: © BMEIA/ Michael Gruber
Außenministerin Beate Meinl-Reisinger präsentierte gemeinsam mit OECD-Generalsekretär Mathias Cormann, Finanzminister Markus Marterbauer und Staatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl den neuesten Wirtschaftsbericht der OECD zu Österreich in Wien. Foto: © BMEIA/ Michael Gruber