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Tourismus setzt auf Öko-Bonus

Über den Finanzausgleich erhalten Länder und Gemeinden frisches Geld, teils für den Zukunftsfonds, teils für klassiche Aufgaben wie die Pflege. Bund, Länder und Gemeinden haben mehr als 100 Verhandlungen geführt, diese Woche wurde der Finanzausgleich vom Nationalrat beschlossen. Bild: Salzburg, Foto: pixelio/berggeist

Die Förderung des gewerblichen Tourismus wird verstärkt an Nachhaltigkeit und an Schonung von Ressourcen ausgerichtet, entschied der Ministerrat in Wien. Das ist auch Thema von Interalpin, der globalen Leitmesse für alpine Technologien in Innsbruck. Die Statistik Austria sieht Österreich bei Nachhaltigkeit auf Kurs.

 

500 Millionen Euro an Investitionen

Mit der Neuordnung der gewerblichen Tourismusförderung wird ein weiteres Projekt aus dem Regierungsprogramm umgesetzt, erklärte Tourismus-Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler nach dem Ministerrat am Mittwoch.

Unterstützt werden Investitionen von kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) mit Zuschüssen, mit geförderten Krediten und Haftungen.

Für die gewerbliche Tourismusförderung stehen 24,5 Mio. Euro  und ein Haftungsrahmen von 270 Mio. Euro zur Verfügung. Damit werden jährlich Investitionen von über einer halben Milliarde Euro und Projekte von mehreren hundert Betrieben unterstützt.

Schwerpunkte sind Verbesserungen der Qualität, Optimierung von Betriebsgrößen und Übergabe von Betrieben.

Masterplan Tourismus umsetzen: Susanne Kraus-Winkler. Foto: Nadine Studeny

Masterplan Tourismus umsetzen: Susanne Kraus-Winkler. Foto: Nadine Studeny

Neue Kriterien für Förderungen

Die neuen Kriterien für Förderungen legen einen starker Fokus auf Nachhaltigkeit und Resilienz.

Der Investitionszuschusses beträgt als „Nachhaltigkeitsbonus“ bis zu 7 % der jeweiligen Investition. Förderungsfähig sind etwa Investitionen

  • zur Schonung von Umwelt- und Ressourcen(z.B. thermische Sanierungen, Umstieg des Heizsystems auf erneuerbare Energieträger, Bodenentsiegelungsmaßnahmen),
  • in attraktive Unterkünfte oder Kinderbetreuungseinrichtungen für Beschäftigte,
  • in Maßnahmen zur Aktivierung von Leerstand,
  • in Digitalisierung (z.B. Verbesserung der IT- und Cybersecurity, digitale Transformation von Verkaufs- und Vertriebsprozessen).

„Die neu-ausgerichtete gewerbliche Tourismusförderung ist ein Rundum-Paket für den nächsten Schritt in Richtung Nachhaltigkeit“, so Tourismus-Staatssekretärin Susanne Kraus-Winkler.

 

Klimaneutralität ist das Ziel

Der Tourismus setzt bereits diesen Schwerpunkt, erklärte der Obmann der Seilbahn-Unternehmen, Franz Hörl am Mittwoch anlässlich der Interalpin in Innsbruck: Diese internationale Leitmesse für alpine Technologien präsentiert jene Entwicklungen, die „von den Gästen nachgefragt wird – und das ist klar das Thema Nachhaltigkeit“.

Die Industrie – etwa die Hersteller von Seilbahnen – und die Skigebiete zeigen, wie der Wintersport der Zukunft aussehen kann, nämlich klimaneutral, ressourcenschonend und lebensraumbewahrend, erklärte Hörl, zugleich Tourismussprecher der Volkspartei im Nationalrat.

Seilbahn neu: Leichtere Kabinen, weniger Ressourcen und Energie. Foto: Interalpin/Th. Steinlechner

Leichtere Kabinen, weniger Ressourcen und Energie. Foto: Interalpin/Th. Steinlechner

Positive Entwicklung zur Nachhaltigkeit

Die Statistik Austria bescheinigt Österreich in ihrem Bericht zur nachhaltigen Entwicklung, dass „die meisten Kennzahlen in die richtige Richtung weisen“. Bei 67 von 83 Indikatoren gab es eine positive Entwicklung, bei einigen Umweltindikatoren – etwa Flächenverbrauch in Städten – besteht „Aufholbedarf“.

Über den Finanzausgleich erhalten Länder und Gemeinden frisches Geld, teils für den Zukunftsfonds, teils für klassiche Aufgaben wie die Pflege. Bund, Länder und Gemeinden haben mehr als 100 Verhandlungen geführt, diese Woche wurde der Finanzausgleich vom Nationalrat beschlossen. Bild: Salzburg, Foto: pixelio/berggeist
Über den Finanzausgleich erhalten Länder und Gemeinden frisches Geld, teils für den Zukunftsfonds, teils für klassiche Aufgaben wie die Pflege. Bund, Länder und Gemeinden haben mehr als 100 Verhandlungen geführt, diese Woche wurde der Finanzausgleich vom Nationalrat beschlossen. Bild: Salzburg, Foto: pixelio/berggeist