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„Wasser im Klimawandel“ – Österreich startet große Wasser‑Studie
Im Auftrag des Bundesministeriums für Land‑ und Forstwirtschaft, Klima‑ und Umweltschutz, Regionen und Wasserwirtschaft (BMLUK) und gemeinsam mit den Bundesländern wurde die bislang umfangreichste Untersuchung zu den Auswirkungen des Klimawandels auf Österreichs Wasserressourcen initiiert. Die Studie „Wasser im Klimawandel – eine Studie über die Auswirkungen“ liefert bis zum Jahr 2100 belastbare Wasserszenarien und bildet die Basis für zukünftige Schutz‑ und Anpassungsmaßnahmen.
Totschnig will Wasser für Generationen sichern
Der für Wasser zuständige Fachminister Norbert Totschnig betonte in einer Aussendung die Notwendigkeit und Dringlichkeit der Studie: „Wir spüren die Folgen des Klimawandels längst bei uns – wenn Keller nach Starkregen volllaufen, Bäche austrocknen oder die Erwärmung unserer Seen die Tier‑ und Pflanzenwelt beeinträchtigt. Diese Veränderungen betreffen uns alle. Deshalb brauchen wir eine solide Datengrundlage, um Handlungsschritte faktenbasiert setzen zu können. Mit dieser Studie schaffen wir die Basis, um Österreichs Wasserwirtschaft auf die kommenden Jahrzehnte vorzubereiten und unser kostbarstes Gut auch für die kommenden Generationen zu sichern.“
Warum die Studie wichtig ist
Seit 1900 hat sich die durchschnittliche Lufttemperatur um rund 3,1 °C erhöht. Gleichzeitig steigen Niederschlagsmengen, während Verdunstung und Extremwetterereignisse wie Starkregen zunehmen.
Die Folgen dieser Veränderungen sind enorm und wirken sich auf mehrere Bereiche aus:
- Keller‑ und Straßenüberflutungen, Hangrutschungen und gesperrte Verkehrswege durch intensive Regenfälle.
- Sinkende Grund‑ und Seespiegel, die Landwirtschaft, Trinkwasserversorgung und Tourismus belasten.
- Erwärmung von Flüssen und Seen gefährdet u.a. Forellen, Äschen, Insektenlarven und Amphibien.
Methodik und Partner
Die Forscher – unter anderem von der TU Wien, GeoSphere Austria, BOKU Wien, Uni Graz – nutzen eine umfangreiche Messdatenbasis, moderne statistische Verfahren und weiterentwickelte hydrologische Modelle, um den gesamten Wasserkreislauf – von Niederschlag, Verdunstung und Abfluss über Grundwasser und Seen bis zu Wassertemperaturen und Permafrost – zu analysieren.
Zeitplan und Ausblick
Bis Ende 2026 werden belastbare Szenarien bis 2100 bereitgestellt. Aus den Ergebnissen werden sas BMLUK und die Bundesländer konkrete Maßnahmen ableiten – etwa Investitionen in Hochwasserschutz, Trinkwasserversorgung und landwirtschaftliche Bewässerung.
Die Ergebnisse sollen die Diskussion über Klimaanpassungen versachlichen und der Bevölkerung Orientierung bieten, welche individuellen Handlungsmöglichkeiten bestehen.
Weitere Informationen finden Sie unter www.wasseraktiv.at/wasser-im-klimawandel.





