4. Welle brechen: Testen und Impfen an den Schulen

Bildungsminister Heinz Faßmann: Schulärzte können beraten und impfen. Foto: Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen / iStock Drazen Zigic
Bildungsminister Heinz Faßmann: Schulärzte können beraten und impfen. Foto: Parlamentsdirektion / Thomas Jantzen / iStock Drazen Zigic

Das Bildungsministerium bietet den Bundesländern bei der Aufklärung, Beratung und Durchführung von Impfungen gegen Covid-19 die Unterstützung durch den Schulärztlichen Dienst  an. Dies schrieb Bildungsminister Heinz Faßmann an die Landeshauptleute. Zugleich wird an den Schulen das PCR-Testangebot erweitert.

 

Es stehen 640 Schulärzte bereit

Die rund 640 Bundesschulärztinnen und Bundesschulärzte stehen gerne bereit, um Impfkampagnen für die jüngeren Altersgruppen zu unterstützen, schreibt Faßmann an die die Landeshauptleute. Wie es in dem Schreiben heißt, gehöre die Durchführung von Impfungen und die Impfberatung zu den Tätigkeiten von Schulärztinnen und Schulärzten, ebenso wie die Bekämpfung von Infektionskrankheiten.

 

Länder können Schulärzte beauftragen

Zugleich informiert Faßmann die Landeshauptleute sowohl über deren Möglichkeiten als auch über Kostenzuschüsse durch den Bund.

Landeshauptmann kann  Impfeinsatz beauftragen

Ein Landeshauptmann und eine Landhauptfrau könnten, so Faßmann, auf Grundlage der Schulärzte-Verordnung die Schulärztinnen und Schulärzte auch mit der Durchführung von Impfungen im Rahmen des gemeinsamen kostenfreien Impfprogramms des Bundes beauftragen. Auch eine Impfberatung der Schülerinnen und Schüler sowie der Erziehungsberechtigten durch die Schulärztinnen und Schulärzte ist eine Verpflichtung im Rahmen der Bekämpfung von Infektionskrankheiten.

Länder erhalten Kosten erstattet

Sollte der Einsatz über die bestehenden Dienst- und Vertragsverhältnisse mit den Schulärztinnen und Schulärzten hinaus nötig sein, besteht zudem die Möglichkeit der Kostenerstattung durch das Zweckzuschussgesetz des Bundesministeriums für Soziales, Gesundheit, Pflege und Konsumentenschutz. Die Bildungsdirektionen stehen bereit, bei der Abwicklung von Verträgen und Vereinbarungen mit den Schulärztinnen und Schulärzten zu unterstützen, heißt es in dem Brief des Bildungsministers.

Verstärktes Angebot für PCR-Testungen für Lehrer und Schüler

Um weiterhin ein möglichst sicheres Umfeld für die Schülerschaft und das Lehrpersonal zu gewährleisten, wurden neue Maßnahmen ergriffen, auch um das PCR-Testangebot zu erhöhen. Dies gab ÖVP-Bildungssprecher Abg. Rudolf Taschner unter Hinweis auf eine Initiative des Bildungsressorts bekannt.

Die Lage in den Labors, die PCR-Tests auswerten, ist aufgrund der bundesweit hohen Zahl leider angespannt. Ab der kommenden Woche stellt das Bildungsressort dem Lehr- und Verwaltungspersonal daher auch PCR-Tests zur Verfügung. Die dafür notwendigen QR-Code-Sticker werden schon in dieser Woche mit der Post zugestellt. Ausgenommen davon sind die Wiener Lehrer und das Verwaltungspersonal, da für diese bereits das etablierte Angebot der Stadt Wien über „Alles gurgelt“ besteht. Die Lehrer testen dabei im selben Testrhythmus wie die Schüler an ihrem Standort.

 

Zwei PCR-Tests pro Woche

Auch das Testangebot für Schülerinnen und Schüler wird schrittweise erweitert. Ab dem 29. November werden die Testmöglichkeiten mit PCR-Tests ausgebaut. Ziel ist es, zwei PCR-Tests pro Woche zu ermöglichen. In Niederösterreich und Oberösterreich werden bereits in der kommenden Woche zwei PCR-Tests durchgeführt – auch in Wien wird weiterhin zweimal pro Woche getestet. Damit sind rund 50 Prozent aller Schüler abgedeckt.

Zur einfachen Übersicht über die in der aktuellen Sicherheitsphase geltenden Regelungen bei Maske und Testung für Schüler und Externe gibt es auch ein aktuelles Plakat: www.bmbwf.gv.at/hygiene.

„Diese Maßnahmen helfen uns, die Ausbreitung des Virus in den Schulen bestmöglich zu minimieren, damit die Schule ein sicherer Ort ist!“, so Taschner abschließend.