Integrationsministerin Susanne Raab: Integration braucht Engagement jeder Zuwanderin und jeden Zuwanderers. Foto: BKA/ Christopher Dunker

Seit 12. August ist es möglich, und zwar bis 3. Oktober: Das ist der Zeitraum, in dem eine Förderung für innovative Projekte der Integration beantragt werden kann. Integrationsministerin Susanne Raab startete den Förderaufruf, der sich insbesondere an Nicht-Regierungs-Organisationen (NGOs) richtet, die für junge Menschen mit Migrationshintergrund Angebote bereithalten.

 

Innovation für Integration

Mit 26 Mio. Euro fördern Österreich und die EU neue Ideen und innovative Projekte der Integration. Diese sollten für junge Menschen mit Migrationshintergrund die Selbsterhaltungsfähigkeit stärken und die Kenntnis der deutschen Sprache erhöhen.

„Wir haben in der Integration immer noch enorme Herausforderungen“, erklärte Integrationsministerin Raab in einer Aussendung: „Deutscherwerb, Arbeitsmarkteintritt und österreichische Werte stehen dabei im Zentrum. Daher gibt es staatliche Angebote und Maßnahmen und dafür nehmen wir auch Geld in die Hand.“

 

Gezielte Suche nach neuen Projekten

Integration ist jedoch keine Einbahnstraße, so Raab: „Jeder Zuwanderer und jede Zuwanderin muss einen Beitrag leisten und sich aktiv um die eigene Integration bemühen. Mit dem neuen Förderaufruf suchen wir nun gezielt Projekte, die etwa der Sprachförderung von Kindern und Jugendlichen mit Migrationshintergrund dienen, die den Arbeitsmarkteinstieg erleichtern oder die das Zusammenleben fördern, damit ein eigenes und selbstständiges Leben in Österreich rasch möglich ist.“

 

Start des Förderaufrufs

Vor diesem Hintergrund startet heute der Förderaufruf des Asyl-, Migrations-, und Integrationsfonds (kurz: AMIF) für innovative Integrationsprojekte für die Jahre 2023 und 2024. Projektvorschläge können seit Freitag, 12. August, bis einschließlich Montag, 3. Oktober, eingereicht werden. Der Förderaufruf richtet sich insbesondere an NGOs, lokale und regionale Behörden und internationale Organisationen. Insgesamt stehen dafür 26 Millionen Euro von Europäischer Union und Bund zur Verfügung. Alle Informationen über den Projektaufruf sind online auf der Seite des Bundeskanzleramts zu finden.

 

Integration braucht Engagement

Wie Integrationsministerin Raab betonte, seien ein gutes Zusammenleben und die rasche Selbsterhaltungsfähigkeit von Migranten „in unser aller Sinne“. Und weiter: „Dafür ist es wichtig, dass Zuwanderer rasch Deutsch lernen, arbeiten gehen und sich in der österreichischen Gesellschaft zurechtfinden können. Wir stellen als Bund umfassende Starthilfe in Form von Kursen und Schulungen zur Verfügung und fördern gezielt Projekte, die diese Ziele verfolgen. Klar ist dabei: Im Sinne des Grundsatzes ‚Fördern und Fordern‘ muss jeder für seine eigene Integration mitwirken, sich einbringen und einen Beitrag leisten.“

 

Infos unter: ps://www.bundeskanzleramt.gv.at/agenda/integration/projektfoerderung/asyl-migrations-und-integrationsfonds/aufruf-2023-2024.html