Regierung

Stromkostenbremse: Hier rechnet der Finanzminister ein Beispiel vor

Nach bereits 38 Milliarden Euro Hilfen gegen die Teuerung werden jetzt für die Stromkostenbremse weitere vier Milliarden Euro in die Hand genommen. Finanzminister Magnus Brunner rechnet an einem Beispiel vor, wie hoch die Entlastung für einen Haushalt ausfällt. Foto: BMF

Nun liegen die Details zur Stromkostenbremse vor, die am 1. Dezember in Kraft tritt und die österreichischen Haushalte bis Ende Juni 2024 um vier Milliarden Euro entlasten soll. Wie berechnet sich die Ersparnis für einen Haushalt? Finanzminister Magnus Brunner zeigt an einem Beispiel, wie hoch die genaue Entlastung ausfällt.

 

Ersparnis von mehreren hundert Euro

Bei diesem Rechenbeispiel wird angenommen, dass im Haushalt in einem Jahr 3.500 kWh Strom verbraucht wurden. Der Arbeitspreis beträgt 23 Cent/kWh und der Grundpreis 39 Euro. Inklusive des Netzentgeltes sowie der Umsatzsteuer entspricht dies 1.295,16 Euro Jahresgesamtkosten.

Auf dieser Musterrechnung wird von einem Gesamtjahresstromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden ausgegangen. Grafik/Darstellung: BMF

Auf dieser Musterrechnung wird von einem Gesamtjahresstromverbrauch von 3.500 Kilowattstunden ausgegangen. Grafik/Darstellung: BMF

 

Stromkostenbremse bremst rund ein Drittel der Kosten

Kommt nun die Stromkostenbremse zur Anwendung, dann ergibt sich für diesen Haushalt eine völlig neue Summe, die monatlich zu bezahlen ist. Durch das Modell reduzieren sich nämlich die Gesamtsumme um 409 Euro. Das entspricht einer Reduktion der monatlichen Teilzahlungen um rund 34 Euro, also fast einem Drittel der Kosten.

Auf 2.900 Kilowattstunden Strom werden nur 10 Cent/kWh verrechnet. Das ergibt bei diesem Beispiel eine Ersparnis von 409 Euro. Grafik/Darstellung: BMF

Auf 2.900 Kilowattstunden Strom werden nur 10 Cent/kWh verrechnet. Das ergibt bei diesem Beispiel eine Ersparnis von 409 Euro. Grafik/Darstellung: BMF

 

Größere Haushalte sparen bis zur Hälfte

Handelt es sich um einen Haushalt mit mehr als drei Personen, so kommt im Frühjahr 2023 noch eine weitere Entlastung hinzu. Diese macht pro jeder weiteren Person im Haushalt 105 Euro aus. Somit ist bei größeren Haushalten eine Halbierung der Kosten durchaus möglich.

https://www.instagram.com/reel/Clntli5Njqw/?utm_source=ig_web_copy_link

Nach bereits 38 Milliarden Euro Hilfen gegen die Teuerung werden jetzt für die Stromkostenbremse weitere vier Milliarden Euro in die Hand genommen. Finanzminister Magnus Brunner rechnet an einem Beispiel vor, wie hoch die Entlastung für einen Haushalt ausfällt. Foto: BMF
Nach bereits 38 Milliarden Euro Hilfen gegen die Teuerung werden jetzt für die Stromkostenbremse weitere vier Milliarden Euro in die Hand genommen. Finanzminister Magnus Brunner rechnet an einem Beispiel vor, wie hoch die Entlastung für einen Haushalt ausfällt. Foto: BMF
So geht Klimaschutz mit der Wirtschaft: In den Niederlanden startet Yara die Speicherung von Kohlenstoffdioxid in Norwegen. In Österreich soll das Speicherverbot jetzt fallen, kündigen Bundeskanzler Christian Stocker und Umweltminister Norbert Totschnig an. Foto: IMAGO / Ole Berg-Ruster, NTB

Für das Klima soll Speicherverbot fallen

Schickte am Freitag den Entwurf für das neue Klimagesetz in Begutachtung: Klima- und Umweltminister Norbert Totschnig. Foto: BMLUK/Hemerka

Klimagesetz auf Schiene: Totschnig verbindet Klimaschutz mit Wachstum und Arbeitsplätzen

Um gegen möglicherweise steigende Energiepreise vorzusorgen, hat die Bundesregierung ein Paket für den Standort beschlossen: Förderungen für Unternehmen und Preisdeckel bei Strom für Haushalte Foto: APG

Förderung und Deckel gegen steigende Energiepreise

Österreich soll bei der Konjunktur an Sicherheitsgütern mit dabei sein, erklärt Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer anlässlich eines Besuches mit Bundeskanzler Christian Stocker bei Rheinmetall in Wien. Foto: Bka

Österreich will bei Konjunktur für Sicherheitsgüter dabei sein

Die Regierung hat den Fahrplan und die Elemente des Klimagesetzes festgelegt. Zum Wochenauftakt debattiert der Nationalrat dazu in einer Sondersitzung. Foto: Bernadette Sattler-Remling

Weg zum Klimagesetz fixiert

Ein Umweltpaket schickt die Bundesregierung nun in Begutachtung, gab Bundeskanzler Christian Stocker - mit Vizekanzler Andreas Babler und Außenministerin Beate Meinl-Reisinger - unter großem Medieninteresse bekannt. Foto: Jakob Glaser

Umweltpaket bestückt und abgesandt