News

Marchetti pocht auf Reform der Sozialhilfe „Darf kein Dauereinkommen sein“

Nico Marchetti kontert Herbert Kickl: Wer wie Kickl den Kompromiss ablehnt, hat die Demokratie nicht verstanden. Foto: Jakob Glaser

Der Generalsekretär der Volkspartei, Nico Marchetti, pocht erneut auf eine grundlegende Reform der österreichischen Sozialhilfe. Aktuelle Zahlen zeigen, dass immer mehr kinderreiche Familien, die Sozialhilfe beziehen, „utopische“ Summen für das Nichtstun erhalten, während hart arbeitende Menschen deutlich weniger verdienen.

 

Vernünftiges Maß und bundeseinheitlich 

„Sozialhilfe muss Anreize für Arbeit setzen und darf kein Dauereinkommen sein“, betont der ÖVP-General. Marchetti erklärt, dass Sozialhilfe ausschließlich dazu dienen solle, temporär Hilfebedürftige zu unterstützen. Das Ziel müsse sein, arbeitsfähige Empfänger so schnell wie möglich in den Arbeitsmarkt zu integrieren, damit sie ebenfalls einen solidarischen Beitrag zur Gesellschaft leisten. In diesem Zusammenhang sei es notwendig, die Höhe der Sozialhilfe bundesweit zu vereinheitlichen und auf ein vernünftiges Maß zu begrenzen.

 

Marchetti mit Kritik an Stadt Wien

„Ohne Leistung gibt es kein Sozialsystem“, warnt Marchetti und nennt Wien als Negativbeispiel. „Wenn staatliche Unterstützungen wie die Sozialhilfe wie aktuell etwa in Wien nicht sorgfältig und gerecht vergeben werden, schwindet die Bereitschaft der arbeitenden Bevölkerung, das System mit ihren Beiträgen zu finanzieren.“

Die Volkspartei stehe laut ihrem Generalsekretär für null Toleranz gegenüber Missbrauch und setze auf harte Konsequenzen für diejenigen, die Sozialhilfe als Lebensmodell missbrauchen. „Wir sorgen für Gerechtigkeit gegenüber den Leistungsträgern unseres Landes“, so Marchetti. Er verweist auf die „2‑1‑0‑Formel“ des Bundeskanzlers Christian Stocker und des Regierungsteams, die konsequent umgesetzt werden soll, um sicherzustellen, dass es sich lohnt, Leistung zu erbringen.

Lesetipp: Sozialhilfe steht vor der größten Reform

Nico Marchetti kontert Herbert Kickl: Wer wie Kickl den Kompromiss ablehnt, hat die Demokratie nicht verstanden. Foto: Jakob Glaser
Nico Marchetti erhöht den Druck zur Reform der SozialhNico Marchetti kontert Herbert Kickl: Wer wie Kickl den Kompromiss ablehnt, hat die Demokratie nicht verstanden. Foto: Jakob Glaserilfe. Foto: Jakob Glaser
Das neue Modell der Aktivpension wird von Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer verteidigt. Er kritisiert das Momentum Institut und spricht von einer "Neiddebatte". Foto: iStock/c-George

Linkes Institut schürt Neiddebatte bei Aktivpension – Hattmannsdorfer kritisiert Momentum Institut

Mit der Aufhebung des CO2-Speicherverbots sieht Wirtschaftsminister die Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Foto: BKA/Florian Schrötter

CO2-Speicherung schafft Standortgarantie für Industriebetriebe

Die Sozialpartnerschaft sichert seit 80 Jahren ein gutes Miteinander zwischen Arbeitnehmerschaft und den Unternehmen. Die Politik würdigt diese Verdienste. Foto: istock/milanvirijevic

80 Jahre Sozialpartnerschaft: Minister würdigen „österreichische Erfolgsgeschichte”

ÖVP-General Markus Gstöttner kritisiert die Rede von FPÖ-Chef Herbert Kickl in Innsbruck. Foto: Jakob Glaser

Gstöttner kontert auf Kickls Demokratie-Kritik

Lokale Regenfälle haben in Österreich deutlich an Intensität gewonnen. Foto: iStock/kulkann

15 Prozent mehr Regen in kurzer Zeit: Studie mahnt zu besseren Hochwasserschutz

Ministerin Claudia Bauer und Stephan Marik-Lebeck (Statistik Austria) präsentierten die Ausgabe 2026 des Jahrbuchs "Migration und Integration". Foto: Bka / Regina Aigner

Claudia Bauer drängt auf Integration von Frauen aus Fluchtstaaten