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80 Jahre Sozialpartnerschaft: Minister würdigen „österreichische Erfolgsgeschichte”

Die Sozialpartnerschaft sichert seit 80 Jahren ein gutes Miteinander zwischen Arbeitnehmerschaft und den Unternehmen. Die Politik würdigt diese Verdienste. Foto: istock/milanvirijevic

Anlässlich des 80-jährigen Bestehens der österreichischen Sozialpartnerschaft haben Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer, Landwirtschafts- und Umweltminister Norbert Totschnig sowie Arbeits- und Sozialministerin Korinna Schumann deren Bedeutung hervorgehoben. Ihr Fundament sei einfach und zugleich bedeutend: Menschen und Organisationen würden unterschiedliche Interessen vertreten, suchten aber das Gespräch und würden gemeinsam Verantwortung für Lösungen übernehmen.

 

Sozialpartnerschaft eine “starke Achse”

Hattmannsdorfer bezeichnete die Sozialpartnerschaft in einer gemeinsamen Aussendung der drei Minister als eine „eine österreichische Erfolgsgeschichte, weil sie unterschiedliche Interessen nicht gegeneinander ausspielt, sondern den gemeinsamen Weg sucht”. Gerade für die Betriebe und deren Beschäftigte sei dieser Dialog entscheidend: „Gute Arbeitsplätze, wirtschaftliche Stärke und soziale Sicherheit gehören zusammen.” Vor dem Hintergrund aktueller Herausforderungen brauche man „die starke Achse der Sozialpartnerschaft, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln, Arbeitsplätze zu sichern und erfolgreiche Betriebe zu ermöglichen”.

 

Für Totsching werden mit Sozialpartnerschaft “Chancen ermöglicht”

Totschnig verwies auf die Herausforderungen für die Regionen und bäuerlichen Familienbetriebe durch Digitalisierung, Klimawandel und den Wandel der Arbeitswelt. Aufgabe von Politik und Sozialpartnern sei es, „daraus Chancen zu ermöglichen”. Dafür müsse man „mehr Wertschöpfung in den Regionen halten, Aus- und Weiterbildung stärken und die Produktivität durch Innovation erhöhen”. Wenn man „regionale Verarbeitung und Vermarktung ausbaut, neue Geschäftsmodelle ermöglicht und gezielt in Qualifikation investiert”, schaffe man wirtschaftliche Perspektiven und stärke Österreich langfristig.

 

Schumann sieht “gemeinsame Verantwortung”

Arbeits- und Sozialministerin Schumann betonte, 80 Jahre Sozialpartnerschaft würden zeigen, dass unterschiedliche Interessen „kein Hindernis sein müssen, sondern eine Stärke sein können”. Gute Arbeit, faire Löhne und soziale Sicherheit seien „keine Selbstverständlichkeit”, sondern das Ergebnis von Verhandlungen und gemeinsamer Verantwortung.

 

„Miteinander statt übereinander reden”

Einig sind sich die drei Minister, dass der Sozialpartnerschaft gerade in Zeiten tiefgreifender Veränderungen – von demografischem Wandel über künstliche Intelligenz bis zu geopolitischen Unsicherheiten – besondere Bedeutung zukomme. Es gehe nicht darum, Unterschiede zu überdecken, „sondern darum, sie in einen konstruktiven Dialog zu bringen und daraus gemeinsame Lösungen zu entwickeln”. Zukunft gemeinsam zu gestalten heiße nicht, „dass immer alle derselben Meinung sein müssen”, sondern dass man „auch bei unterschiedlichen Standpunkten miteinander im Gespräch bleibt”.

Sozialpartnerschaft sei zudem „keine abstrakte Institution”, betonen die Minister: Sie lebe in den Betrieben, in Betriebsräten, in Kollektivvertragsverhandlungen und in vielen konkreten Gesprächen. Zum Jubiläum dankten Schumann, Hattmannsdorfer und Totschnig allen, die die Sozialpartnerschaft getragen hätten – für ihre Dialogbereitschaft und Kompromissfähigkeit. Die 80 Jahre seien „ein Grund zum Feiern”, vor allem aber „ein Auftrag für die Zukunft”: Die Herausforderungen von morgen werde man am besten bewältigen, „wenn wir miteinander statt übereinander reden”.

Die Sozialpartnerschaft sichert seit 80 Jahren ein gutes Miteinander zwischen Arbeitnehmerschaft und den Unternehmen. Die Politik würdigt diese Verdienste. Foto: istock/milanvirijevic
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