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Sanierungsbonus sehr gefragt – Fokus nun auf Kesseltausch 

Die Fördermittel für den Sanierungsbonus neu werden nun stärker für den Heizkesseltausch eingesetzt. Foto: istock/demaerre

Der neu aufgelegte „Sanierungsbonus neu“ ist sehr nachgefragt. Seit dem Start im November 2025 wurden bereits Anträge im Volumen von rund 220 Millionen Euro gestellt. Insgesamt sind von 2026 bis 2030 jährlich 360 Mio. Euro vorgesehen. Nun kommt es zu einer Anpassung der Förderung.

Das Förderprogramm des Bundes setzt auf zwei zentrale Instrumente: Den „Sanierungsbonus“ für die thermisch-energetische Sanierung sowie den „Kesseltausch“, mit dem der Umstieg von fossilen Öl- und Gasheizungen auf umweltfreundliche Heizsysteme unterstützt wird.

 

Kesseltausch bringt mehr CO2-Einsparung

Wie eine Auswertung der Anträge des Umweltministeriums zeigt, entfallen seit der Neuauflage der Förderung Ende November 2025 (Zur-Sache berichtete) rund zwei Drittel des Antragsvolumens auf den Sanierungsbonus und nur rund ein Drittel auf den Kesseltausch. Da der Kesseltausch im Vergleich jedoch eine deutlich höhere CO₂-Einsparung pro eingesetztem Euro erzielt, wird die Sanierungsoffensive angepasst. Neue Registrierungen und Förderanträge sind ab heute, den 2. Februar 2026, nur mehr für den Kesseltausch möglich.

 

Totschnig will Mittel effizienter einsetzen

Der zuständige Umweltminister Norbert Totschnig sieht die Förderung aufgrund der hohen Nachfrage „auf dem richtigen Weg“. „Die Sanierungsoffensive wirkt und ist ein wichtiger Beitrag zur Reduktion der Treibhausgase sowie zum Aufschwung für Österreich. Gleichzeitig ist es unser Anspruch, besonders in Zeiten knapper Budgets die vorhandenen Mittel möglichst effizient auf CO₂-Einsparung auszurichten. Deshalb setzen wir mit dem restlichen Jahresbudget einen klaren Schwerpunkt auf den Kesseltausch“, so Totschnig in einer Aussendung des Ministeriums am Montag.

Im Vorjahr wurde die Sanierungsoffensive von Totschnig neu aufgestellt und die maximale Förderquote von 75 Prozent auf 30 Prozent reduziert. So werden die öffentlichen Mittel effizienter eingesetzt und pro Steuereuro gelingt mehr C02-Einsparung.