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Der „lange Atem“ des Franz-Joseph Huainigg

„Mein langer Atem“ – das neue Buch des früheren ÖVP-Abgeordneten Franz-Joseph Huainigg (m.). Bei der Präsentation: Maria Rauch-Kallath (ehemalige Bundesministerin), Helene Daxecker-Okon (Lektorin beim Tyrolia Verlag), Heinz Janisch (Autor und Journalist) sowie Peter Haubner, Zweiter Präsident des Nationalrats und Gastgeber der Buchpräsentation im Parlament. Foto: Thomas Topf

Im Parlament wurde das neue Buch „Mein langer Atem“ des ehemaligen ÖVP-Nationalratsabgeordneten Franz-Joseph Huainigg präsentiert. Darin erzählt der seit dem Kleinkindalter mit einer Gehbehinderung lebende Huainigg auch, wie Erfolge für Menschen mit Behinderungen gelangen.

 

Ein Leben mit Assistenz

Huainigg berichtet von prägenden Erfahrungen in Beruf und Familie, von Notfällen, Hindernissen und abenteuerlichen Reisen. Im Laufe der Zeit verlor er weitere Körperfunktionen – seit Jahrzehnten lebt der Autor mit Beatmung und Assistenz. In seiner Zeit im Parlament setzte Huainigg Impulse für mehr Gleichstellung und Teilhabe. Heute engagiert er sich im ORF als Beauftragter für Barrierefreiheit und widmet sich in seinen Büchern zentralen Fragen rund um Behinderung und Gesellschaft.

 

Als ÖVP-Abgeordneter „einiges bewegt“

Da im Buch viele Begegnungen und Geschichten aus seiner Zeit als Politiker vorkommen würden, sei die Präsentation im Hohen Haus für ihn „eine große Ehre“, betonte Franz-Joseph Huainigg. Der ehemalige ÖVP-Abgeordnete von 2002 bis 2017 zeigte sich erfreut, in dieser Zeit „einiges bewegt“ zu haben. So habe es bei seinem Einzug ins Hohe Haus etwa „großes Kopfschütteln“ zu seinem Einsatz für die österreichische Gebärdensprache gegeben. Schlussendlich sei es aber gelungen, diese in die Verfassung aufzunehmen. Seit 2005 ist sie eine anerkannte Sprache.

Huainigg berichtete zudem auf humorvolle Art und Weise über schwierige politische Verhandlungen zum Behindertengleichstellungsgesetz sowie über die Herausforderungen als Abgeordneter mit Behinderung. Der Autor schloss seine Ausführungen wie seine Parlamentsreden mit einem Appell: „Übrigens gehört die Menschenwürde in der Verfassung verankert“.

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