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Inflation geht wieder zurück

Zur Jahresmitte geht die Inflation wieder zurück. iStock/Hispanolistic

Laut Schnellschätzung der Statistik Austria wirken sich die Energiepreise weniger preistreibend aus. Finanzstaatssekretärin Eibinger-Miedl sieht eine Entlastung für die Konsumenten.

Die Inflationsrate ist in Österreich im Juni 2026 voraussichtlich auf 3,2 Prozent gesunken, nach 3,7 Prozent im Mai. Das geht aus einer Schnellschätzung der Statistik Austria hervor. Gegenüber dem Vormonat Mai bleibt das Preisniveau voraussichtlich unverändert.

 

Inflation geht in fast allen Bereichen zurück

Den Rückgang um 0,5 Prozentpunkte führt die Statistikbehörde vor allem auf die Energiepreise zurück. „Die um 0,5 Prozentpunkte niedrigere Teuerung geht vor allem darauf zurück, dass Treibstoffe, aber auch Heizöl, im Juni weit weniger preistreibend als im Vormonat wirkten“, erläutert Manuela Lenk, fachstatistische Generaldirektorin von Statistik Austria in einer Aussendung. Die Energiepreise stiegen dadurch mit plus 5,4 Prozent deutlich weniger dynamisch als im Mai – da waren es plus 9,8 Prozent.

Auch bei Lebensmitteln, Tabak und Alkohol ließ der Preisdruck nach: Diese Gruppe verteuerte sich mit plus 1,5 Prozent weniger kräftig als im Mai (plus 2,2 Prozent). Industriegüter stiegen mit plus 1,1 Prozent (nach 1,3 Prozent) ebenfalls unterdurchschnittlich. Den größten Einfluss auf die Inflation haben laut Lenk aber weiterhin die Dienstleistungen, die sich, wie im Mai, um 4,4 Prozent verteuern.

 

Eibinger-Miedl sieht Entlastung für Konsumenten

Finanzstaatssekretärin Barbara Eibinger-Miedl wertet in einer Reaktion die Entwicklung positiv: „Die Entspannung auf den internationalen Energiemärkten wirkt sich nun auch positiv auf die Inflation in Österreich aus.“ Die gesunkene Teuerung entlaste die Konsumentinnen und Konsumenten und stärke zugleich den Wirtschaftsstandort. Auch bei sinkenden Ölpreisen werde die Bundesregierung „weiterhin konsequent auf den Ausbau der Erneuerbaren Energien setzen“, so die Staatssekretärin. Damit mache man Österreich „Schritt für Schritt unabhängiger von fossilen Energieimporten und widerstandsfähiger gegenüber internationalen Krisen“.