Bundesregierung investiert 3,3 Mrd. € in Spitzenforschung in Österreich

Großer Auftakt bei der Unterzeichnung der Vereinbarung für die Finanzierung des IST - Foto: Credit: IST Austria/Anna Stöcher
Großer Auftakt bei der Unterzeichnung der Vereinbarung für die Finanzierung des IST - Foto: Credit: IST Austria/Anna Stöcher

Insgesamt 3,3 Mrd. Euro investiert die österreichische Bundesregierung in die Spitzenforschung im Land. Dabei wird bis zum Jahr 2036 das Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) in Klosterneuburg mit den 3,28 Mrd. finanziert. Insgesamt sollen die aktuell 60 bestehenden Forschungsgruppen auf 150 erweitert werden. Damit wird das Ziel verfolgt, in Österreich ein Spitzenforschungsinstitut von Weltklasse zu schaffen.

 

Was ist das Institute of Science and Technology Austria?

Das Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) im niederösterreichischen Klosterneuburg ist ein Forschungsinstitut mit eigenem Promotionsrecht. Das Institut wurde 2009 eröffnet. Dabei wird vor allem Arbeit in der Grundlagenforschung in den Naturwissenschaften, Mathematik und Informatik geleistet.

 

Finanzierung steht

Die Investitionskosten werden zu 75 % vom Bund und zu 25 % vom Land Niederösterreich getragen. Dabei ist ein Drittel des Bundes-Budgets leistungsabhängig. Am Mittwoch haben Bildungsminister Heinz Faßmann und Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mikl-Leitner eine entsprechende 15a-Vereinbarung unterzeichnet. Diese schließt sich an eine bis 2016 laufende Vereinbarung an.

Seit der Gründung im Jahr 2006 hat das IST Austria sich zu einer der Top-Institute in der österreichischen Forschungslandschaft entwickelt. Bildungsminister Heinz Faßmann zeigt sich auch deshalb erfreut über die Verabschiedung der neuen Vereinbarung: „Heute ist ein guter Tag für die Forschung. Ich bin stolz, dass Österreich seinen bereits eingeschlagenen Erfolgsweg in Forschung und Innovation weiter beschreiten wird.“

 

Bei der Unterzeichnung: Johanna Mikl-Leitner und Minister Heinz Faßmann (v.l.) - Foto: Credit: IST Austria/Anna Stöcher

Minister Heinz Faßmann bei der Pressekonferenz am Mittwoch – Foto: Credit: IST Austria/Anna Stöcher

 

IST Austria als internationaler Anziehungspunkt für Forscher

Niederösterreichs Landeshauptfrau Johanna Mickl-Leitner zeigt sich erfreut über die langfristige Finanzierungszusage. So seien die rund 3,3 Mrd. Euro „ein Turbo für die Grundlagenforschung“ in Österreich. Mit diesem Geld kann auch „die Dynamik der Wissenschaft weiter vorangetrieben werden“. Mittlerweile habe man 850 Mitarbeiter aus 76 Ländern in der Grundlagenforschung in Klosterneuburg.

 

Klosterneuburg vor Oxford oder Cambridge

Die Erfolge des IST zeigen sich auch bei den ERC-Grants, den Förderpreisen des Europäischen Forschungsrats. Mit einer Erfolgsrate von 50 Prozent ist das IST Austria die Nummer eins in Europa. „Wir liegen damit vor Oxford oder Cambridge, die nur jeden dritten Antrag durchbringen“, freut sich die niederösterreichische Landeshauptfrau.

Das IST Austria gewinne dabei von Jahr zu Jahr an Erfahrung und Gewicht in der nationalen und globalen Wissenschaftslandschaft und brauche jetzt vor allem Kontinuität, Kalkulierbarkeit und Verlässlichkeit, damit dieser „Wissenschafts-Hotspot gut weiterwachsen und Erkenntnisse für die Fragen der Zukunft liefern kann“, so Mickl-Leitner.

 

Bei der Unterzeichnung: Johanna Mikl-Leitner und Minister Heinz Faßmann (v.l.) - Foto: Credit: IST Austria/Anna Stöcher

Die Investition in das IST ist „ein Turbo für die Grundlagenforschung“ in Österreich so LH Johanna Mikl-Leitner betonte: Foto: Credit: IST Austria/Anna Stöcher

Wachstumstempo aufrecht halten

Österreich wird in 15 Jahren als eines der wenigen kleinen Länder ein Spitzenforschungsinstitut der absoluten Weltklasse haben, erwartet Thomas Henzinger, Präsident des IST.

Nun liegt es aber am IST Austria, die Vision zu verwirklichen und dem Vertrauensvorschuss gerecht zu werden. Zudem wird auch in Zukunft die Konzentration auf die Naturwissenschaften in Klosterneuburg liegen. „Wir sind noch nicht fertig, wir haben noch keine kritische Größe erreicht, um dauerhaft an der Weltspitze zu bleiben“, sagte Henzinger.