Gerechtigkeit für die ländlichen Regionen

Dominik Mainusch, Obmann-Stv., und August Wöginger, Obmann des ÖAAB in Kufstein: ÖAAB arbeitet am Programm-Tag 2. Oktober; Foto: ÖAAB
Dominik Mainusch, Obmann-Stv., und August Wöginger, Obmann des ÖAAB in Kufstein: ÖAAB arbeitet am Programm-Tag 2. Oktober; Foto: ÖAAB

Für Chancengerechtigkeit zwischen Stadt und Land spricht sich ÖAAB-Obmann August Wöginger aus. Im Rahmen der ÖAAB-Programmarbeit war Klubobmann Wöginger am Freitag in Tirol. Die dortige Landesorganisation bereitet die Themen Regionalität und Digitalisierung, Entwicklung des ländlichen Raumes sowie Chancengleichheit für die Frauen für die Bundestag am 2. Oktober vor.

Wie Wöginger gemeinsam mit Landesobfrau Beate Palfrader und Bundesobmann-Stellvertreter Dominik Mainusch erklärte, „geht es uns darum, dass der urbane und der ländliche Raum gleichberechtigt nebeneinander existieren können“. Für die Notwendigkeit und Bedeutung dieser Chancengerechtigkeit sprechen einige Argumente, so Wöginger:

  • Fast 90 Prozent des Staatsgebiets fällt in die Kategorie „Ländlicher Raum“
  • Die Regionen „dürfen aber nicht auf der Strecke bleiben“
  • Bezirks-, Landes- und Bundesverwaltungen sollen in den Regionen besser angesiedelt und verteilt werden
  • Hochschulen und Bildungseinrichtungen müssen geografisch gleichmäßiger verteilt werden und nicht nur in den größten Ballungszentren Österreichs gebündelt sein.

Digitalisierung – Chance für Regionen und für Demokratie

Mit der Regionalpolitik untrennbar verbunden sind die Chancen und Aspekte der Digitalisierung in einem umfassenden Sinn, auch für die Demokratie und Teilnahme an politischen Entscheidungen, sagte Wöginger:

  • Digitalisierung ist eine Chance für den ländlichen Raum und zur Stärkung der Demokratie
  • Gerade am Arbeitsplatz soll zur Sicherstellung der Mitbestimmung jeder Mitarbeiterin und jedes Mitarbeiters eine Möglichkeit geschaffen werden, um an Wahlen im Betrieb mittels e-Voting teilnehmen zu können
  • In Ergänzung zur bestehenden Briefwahl soll es künftig eine Möglichkeit der elektronischen Stimmabgabe geben.
  • Durch eine Vereinfachung des Wahlgangs kann die Wahlbeteiligung erhöht werden.
    • Mehr als zwei Millionen Menschen verwenden in Österreich bereits die Handy-Signatur, um Behördengänge online zu erledigen, Volksbegehren zu unterschreiben oder auch Dokumente digital zu unterschreiben. D.h. die Bereitschaft online Amtswege zu erledigen ist klar da!

Das in Tirol intensiv diskutierte Kapitel „Chancengleichheit für Frauen“ wird mit der ÖAAB Bundesfrauenvorsitzenden Gertraud Salzmann vorgestellt. Die nächsten Etappen in der politischen Arbeit des ÖAAB ist die Präsentation des fertigen neuen Programms am Bundestag 2. Oktober.