Kugler drängt auf Lobautunnel & mahnt Dialog ein

VP-Abgeordnete und Menschenrechtssprecherin Gudrun Kugler ist in der Donaustadt ÖVP-Bezirksparteiobfrau. Foto: Parlamentsdirektion / Thomas Topf / iStock mdworschak
VP-Abgeordnete und Menschenrechtssprecherin Gudrun Kugler ist in der Donaustadt ÖVP-Bezirksparteiobfrau. Foto: Parlamentsdirektion / Thomas Topf / iStock mdworschak

Im Interview mit dem Online-Nachrichten Portal „Exxpress“ mahnt ÖVP-Nationalratsabgeordnete Gudrun Kugler die Notwendigkeit des Lobautunnels ein und erinnert daran, dass für einen ganzen Stadtteil mit bald über 250.000 Einwohnern viel auf dem Spiel steht. „Politik muss die Bedürfnisse der Menschen ernstnehmen: und die Donaustadt soll nicht zur Schlafstadt werden“, sagt Kugler und rückt damit wieder das Hauptargument für den Lobautunnel in den Mittelpunkt der Diskussionen: die Donaustadt mit ihren Einwohnern.

 

Ein Bezirk braucht Perspektiven

Gudrun Kugler, Nationalratsabgeordnete und Chefin der ÖVP-Donaustadt sieht ohne den Bau des Lobautunnels die Perspektiven ihres Heimatbezirkes die Donau hinunterschwimmen.

„Ohne diese Anbindung ist unsere Region nur durch ein Nadelöhr mit der Stadt verbunden. Gesellschaftliche Teilhabe wird dadurch schwieriger, Lebensqualität weniger. Apropos Lebensqualität: Nicht nur die Bewohner sondern selbst der europäische Schwerverkehr – wie zum Beispiel Lastwägen aus dem Baltikum auf dem Weg zum Hafen in Triest – stehen in der Donaustadt im Stau“, meint die Abgeordnete gegenüber dem „Exxpress“ und spart auch nicht mit Kritik an den Besetzern.

“Eine Besetzung ist eine aggressive, dialogfeindliche Form der Auseinandersetzung” sagt Kugler. Sie ruft alle Beteiligten auf, wieder auf den Verhandlungstisch zurückzukehren und darüber zu diskutieren worum es wirklich geht, die Donaustadt. „Der Stopp des Lobautunnels verhindert zusätzlich leistbares Wohnen, verringert Lebensqualität und verhindert die Schaffung von Arbeitsplätzen. Unternehmen werden so wieder ein Stück weiter aus Wien vertrieben“, erhebt Kugler das Wort für Knapp 200.000 Menschen, die in Wien-Donaustadt wohnen und jene weitere 60.000, die in den nächsten Jahren dort erwartet werden.

 

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Protest nur als Aktionismus?

Gespräche mit den Aktivisten blieben bisher allerdings ergebnislos. „Die Besetzer kommen nicht einmal aus unserer Gegend, sie sind also persönlich nicht betroffen. Für sie ist das Verhindern des Lobautunnels Teil ihres Aktionismus für eine in ihren Augen „klimagerechtere Welt“, so Kugler zum „Exxpress“.

Auch von den Grünen fordert Kugler mehr Bereitschaft zum Dialog ein. Insbesondere sei hier Klimaschutzministerin Leonore Gewessler besonders gefordert. „Bundesministerin Gewessler ist ehemalige Global 2000-Aktivistin. Vor diesem Hintergrund muss man ihre Politik sehen. Wir müssen Formen der Nachhaltigkeit und des Umweltschutzes finden, die der Mobilität nicht entgegenstehen und die Lebenswirklichkeiten der Betroffenen ernst nehmen“, so Kugler Richtung Gewessler.

Der Lobautunnel sei laut Kugler das meist- und bestgeprüfte Straßenprojekt Österreichs. „Laut Berichten sind bereits 59 Millionen hineingeflossen. Es hängen Existenzen, Arbeitsplätze und Hoffnungen an diesem Projekt“, betont die Donaustädterin, die weiter an der Forderung nach einer Verkehrsentlastung des Statdteils „intensiv“ dran bleiben wird.