Bürgermeister Michael Ludwig lockert nun doch. Foto: Florian Schrötter; iStock.com/ andresr

Nun also doch – Wien zieht bei den Lockerungen nach. Zu groß ist in den vergangenen Tagen der Druck auf Bürgermeister Michael Ludwig gestiegen. Die Bundeshauptstadt übernimmt zum Großteil die von der Bundesregierung beschlossene Rücknahme verschiedener Corona Maßnahmen.

 

Unmut bei Handel und Gastro

Grünes Licht für spätere Sperrstunde um 24 Uhr und gelockerte Regeln in Klosterneuburg (NÖ). Einen Steinwurf entfernt im Wiener Bezirk Döbling zeigt sich ein anderes Bild. Die Sperrstunde bleibt bei 22 Uhr, genauso bleiben die bisher geltenden strengen Regeln aufrecht. Diese Situation und die unterschiedlichen Regeln zum Nachteil der Bundeshauptstadt empörten in den vergangenen Tagen vor allem viele Wiener Gastronomen und den Handel.

Nachdem die Bundesregierung Ende Jänner Lockerungen verkündet hat, die nun schrittweise in Kraft treten (Zur-Sache berichtete), schloss sich der Bürgermeister Wiens zunächst nicht an. Damit zog er den Zorn vieler Wienerinnen und Wiener auf sich.

 

Plötzliche Kehrtwende

Bürgermeister Michael Ludwig, der sich selbst immer als Verfechter bundeseinheitlicher Regelungen sieht, zog zunächst nicht mit. Als einziger aller neun Ländervertreter scherte er aus und blieb bei der Beibehaltung der bisherigen Maßnahmen. Nun aber die plötzliche Kehrtwende. Ludwig verkündet jetzt doch Lockerungen für die Bundeshauptstadt. „In den meisten Punkten gehen wir mit den Vorschlägen der Bundesregierung mit“, lenkt Ludwig ein.

Die Sperrstunde wird ab kommenden Samstag ebenso um zwei Stunden auf 24.00 nach hinten verschoben, wie auch die Personenanzahl bei Zusammenkünften ohne zugewiesenen Sitzplatz von 25 auf 50 Personen erhöht wird. Im Handel fällt zudem die 2G-Regel. In allen Geschäften wird in Zukunft nur noch FFP2-Maskenpflicht gelten. Auch für Ungeimpfte wird es ab 12. Februar wieder möglich sein im gesamten Handel einzukaufen. Aufrecht bleibt aber die 2G-Pflicht in der Gastronomie.