Wien erhöht Gebühren und Tarife, dennoch fehlt Geld: Bürgermeister Ludwig in Turbulenzen. Foto: Montage / Ludwig: Bwag/Commons

Wohnen, Wasser, öffentlicher Verkehr und sogar Parken – all das wird in Wien immer teurer. SPÖ-Bürgermeister Ludwig kündigte trotz der Teuerungswelle weitere Gebührenerhöhungen an. Eine Statistik der Kronen Zeitung analysiert die Gebührenerhöhungen der letzten 10 Jahre.

 

Nutzer auf sozialen Medien zeigen sich bestürzt

Auf den sozialen Netzwerken zeigt man sich bestürzt und macht darauf aufmerksam, wie stark die Gebühren in Wien gestiegen sind:

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Wohnen in Wien bald nicht mehr leistbar?

Die SPÖ wirbt auf ihrer Website mit den Worten „Mit unserer Politik lässt sich leistbares Wohnen für alle ermöglichen“(siehe hier). Mit „alle“ ist scheinbar nur die eigene Partei gemeint – denn lediglich bei der SPÖ-Parteizentrale in der Löwelstraße wurden die Mieten von der Stadt Wien gesenkt. Zur-Sache berichtete bereits.

Im Gegensatz zur SPÖ Parteizentrale können sich die Gemeindebaubewohner in Wien nicht über eine Senkung der Miete freuen. Im Gemeindebau sind die Mietpreise stark gestiegen – in den letzten 10 Jahren um 35,5 Prozent gestiegen. Der Tarif für Wasser wurde von 1,3 Euro auf 2,02 Euro erhöht, also insgesamt um 55,4 Prozent.

 

Wien wird zur „Teuerungshauptstadt“

Bürgermeister Ludwig dreht weiter an der Gebührenschraube. Mit dem eigens geschaffenen „Valorisierungsgesetz“ werden die Gebühren für Abwasser, Müll und Parken angehoben – wie schon die vergangenen Jahre. Konkret wurden die Gebühren für Abwasser und Müll in Wien um etwas über 24 Prozent erhöht.

„Wenn jeder seine Kosten weitergibt, wird das Leben noch teurer und die Inflation steigt. Ein Kreislauf, den die Wiener SPÖ offensichtlich noch nicht verstanden hat“, so der Landesparteiobmann der Wiener Volkspartei, Karl Mahrer. Der Bund hat im Gegensatz zu Wien seit 2014 die Gebühren nicht mehr angehoben.

 

Baden bald nur mehr Luxus?

Die Wiener Volkspartei kritisierte die Erhöhung der Bädertarife bereits des Öfteren. Diese sind seit 2010 sowohl für Erwachsene, als auch für Kinder gestiegen. Bei Erwachsenen sind das ganze 31,9 Prozent, bei Jugendlichen 30,7 Prozent und bei Kindern 31,25 Prozent. Halbjahreskarten kosten statt 106,20 aktuell 130,20 Euro.