Österreich bietet den Ukrainerinnen und Ukrainern schutz. Grafik: www.bmi.gv.at

Jenen Personen aus der Ukraine, die vor dem Krieg in ihrer Heimat flüchten, werden in Österreich vorübergehender Schutz und Unterstützung gewährt. Aufgrund der Visumsfreiheit, aber auch aus humanitären Gründen, können Ukrainer jederzeit nach Österreich ein- bzw. durchreisen.

 

Koordinierung möglicher Unterkünfte

Österreich hat eine lange Tradition der Nachbarschaftshilfe, wie beispielsweise Konflikte in Ungarn (1956), Tschechien (1968) oder dem Jugoslawien-Krieg Anfang der 1990er Jahre.

Selbstverständlich gelte dies auch beim aktuellen Krieg in der Ukraine, erläutert der Innenminister Gerhard Karner in einem gemeinsamen Brief mit Gemeindebundpräsident Mag. Alfred Riedl. Sie hatten sich an Bürgermeisterinnen und Bürgermeister in den betroffenen Grenzregionen Österreich gewandte, um die Nachbarschaftshilfe für die Ukrainen zu koordinieren.

Seit Beginn der Kriegshandlungen in der Ukraine ist Österreichs Nachbarschaftshilfe angelaufen. Zum einen erfolgten und erfolgen Hilfslieferungen an die Ukraine, zum anderem werden Unterkünften und Informationen für Ukrainerinnen und Ukrainer in Österreich vorbereitet.

Zahlreiche Einzelpersonen würden in Sachspenden und Unterkünfte zur Verfügung stellen, schreiben Karner und Reidl. Um diese individuellen Initiativen zu bündeln, wurde von der Bundesagentur für Betreuungs- und Unterstützungsleistung (BBU) eine Koordinierungsstelle eingerichtet. Diese diene als Anlaufstelle für alle, die beispielsweise über leerstehende Immobilien oder Räumlichkeiten verfügen und diese zur Verfügung stellen können.

Die Stelle kann über die E-Mailadresse nachbarschaftsquartier@bbu.gv.at erreicht werden und würde sich binnen 12 Stunden auf Anfragen melden. Im Anschluss erfolge eine rasche Bewertung bezüglich der Eignung des angebotenen Quartiers.

 

Hilfe und Schutz für Ukrainerinnen und Ukrainer in Österreich. Grafik: bmi.gv.at/Severin Pinzger

Hilfe und Schutz für Ukrainerinnen und Ukrainer in Österreich. Grafik: bmi.gv.at/Severin Pinzger

 

Informationen an die Ukrainer

Für hilfesuchende Ukrainer wurde eine 24/7 Hotline eingerichtet: +43 1 2676 870 9460. Zusätzlich werden auf unterschiedlichen Webseiten und in den sozialen Medien Informationen veröffentlicht, wie beispielsweise auf der Seite des Bundesministeriums für Inneres.

Ein deutsch- und englischsprachiges FAQ ist ebenfalls auf der Website des Bundesministeriums für Inneres zu finden.

Darüber hinaus werden Informationsblätter über die Landespolizeidirektionen und Polizeiinspektionen an hilfesuchende Ukrainerinnen und Ukrainer in Österreich verteilt.

„Es ist uns wichtig, dass sie wissen, sie sind nicht allein“, betonte Bundespräsident Alexander van der Bellen und Bundeskanzler Karl Nehammer in ihrer Video-Botschaft an das ukrainische Volk.