Sonderweg beendet: Schweden verschärft Corona-Regeln

Mit Mittwoch werden die Corona-Regeln im skandinavischen Land stark verschärft - iStock / peterschreiber.media; Adam Smigielski
Mit Mittwoch werden die Corona-Regeln im skandinavischen Land stark verschärft - iStock / peterschreiber.media; Adam Smigielski

Schweden ging lange Zeit einen eigenen Weg in der Bekämpfung der Corona-Pandemie: Kein Lockdown, keine Maskenpflicht, offene Schulen. Heimische Parteien wie die FPÖ verwiesen immer wieder auf diesen „schwedischen Weg“. Nun scheint Schweden seinen Sonderweg endgültig zu beenden. Mit Mittwoch werden die Corona-Regeln im skandinavischen Land stark verschärft.

 

Sperrstunde & Sitzplatzbegrenzungen

Die Corona-Infektionen steigen in Schweden explosionsartig an. Dieser massive Anstieg an Infektionen belastet das schwedische Gesundheitswesen schwer. Wie die Kleine Zeitung am Mittwoch berichtete, verlässt Schweden nun seinen „Sonderweg“ und verschärft die Maßnahmen, wie bereits zahlreiche andere Länder in der EU, drastisch.

Unter anderem wird nun eine Sperrstunde in den Lokalen eingeführt. Um 23:00 Uhr müssen Restaurants & Lokale schließen. Zudem dürfen in den Lokalen nur noch maximal 8 Personen an einem Tisch sitzen.

 

Premierministerin appelliert zu Homeoffice

Die schwedische Premierministerin Magdalena Andersson will nun für das Homeoffice in Schweden werben. So appellierte Andersson dazu, Kontakte in Innenräume zu begrenzen und wo möglich von zuhause aus zu arbeiten.

Im Vergleich dazu hat sich die Bundesregierung in Österreich bereits seit einiger Zeit intensiv mit dem Thema Homeoffice auseinandergesetzt. So gibt es in unserem Land bereits zahlreiche Unterstützungen und Anreize, damit vom Homeoffice aus gearbeitet wird. Zur-Sache berichtete.

 

Teilnehmerobergrenzen herabgesetzt & Beschränkungen verlängert

Um das Gesundheitssystem Schwedens weiter zu entlasten, wurden die Grenzen an Teilnehmern für Veranstaltungen und private Treffen herabgesetzt. Zudem wurden bereits eingeführte Beschränkungen verlängert. Gleich wie in Österreich werden die Maßnahmen in laufenden Abständen immer wieder überprüft und angepasst.