Ukraine: Bereits über 50.000 Vertriebene registriert

Neu für Ukraine-Vertriebene: Ausweise für den Arbeitsmarkt. Foto: Staatsdruckerei
Neu für Ukraine-Vertriebene: Ausweise für den Arbeitsmarkt. Foto: Staatsdruckerei

Mit dem Angriff der Russischen Föderation auf die Ukraine hat sich auch die größte Flüchtlingswelle seit dem 2. Weltkrieg in Europa in Bewegung gesetzt. Über vier Millionen Ukrainerinnen und Ukrainer – hauptsächlich Frauen und Kinder – haben sich auf den Weg Richtung Westen gemacht. Einen Großteil davon hat Polen aufgenommen. Die UNO geht von bis zu zehn Millionen Flüchtlingen aus. Die EU-Kommission rechnet damit, das Österreich am „zweitmeisten belastet“ wird.

 

Welle der Solidarität in Österreich

Der Krieg in der Ukraine hat in Österreich eine Welle der Solidarität und Hilfsbereitschaft ausgelöst. Von Geld- und Sachspenden bis hin zu organisierten Hilfstransporten, geht es derzeit vor allem um die Aufnahme und Versorgung ankommender Flüchtlinge. Dazu hat die Bundesregierung eine eigene Flüchtlingskoordination im Bundeskanzleramt eingerichtet.

Aktuelle Spende: Niederösterreichs Bauern verschicken gerade in 12.500 Säcken rund 300 Tonnen wertvolle Speiseerdäpfel in die Ukraine. Die Initiative startete LHStv. Stefan Pernkopf, die Verpackung übernehmen bäuerliche Organisationen als Spender, für die Einsammlung sorgt Niederösterreichs Freiwillige Feuerwehr und das Innenministerium organisierte den Transport nach Ternopil, südlich von Lemberg. Pernkopf kündigte an, diese Aktion könnte in den nächsten wiederholt, die Lebensmittelspende also verdoppelt werden.

 

50.099 Ukrainer registriert

Mit 7. April 2022 wurden laut Innenministerium 50.099 vertriebene Menschen aus der Ukraine in Österreich registriert. Die Registrierung erfolgt über das  Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl bearbeitet.

Mit der Registrierung wird der Weg frei zum Erhalt der sogenannten „Blauen Karte“, die von der Staatsdruckerei produziert und zugestellt wird. Diese Karte dient als Identitätsnachweis und als Bestätigung des Vertriebenenstatus. Mit der blauen Karte, die vom Innenministerium ausgestellt wird, kann der neue Arbeitgeber um eine Beschäftigungsbewilligung beim AMS ansuchen, die rasch ausgestellt wird.

 

Bisher 21.000 Blaue Karten ausgestellt

Das BMI hat bereits vor zwei Wochen versichert, dass die Ausstellung der Blauen Karte so unkompliziert wie möglich erfolgen wird. So konnten seit Start der Produktion in der Staatsdruckerei bereits über 21.000 Blaue Karten ausgestellt werden.