Michael Takacs war selbst im Streifendienst und als Motorradpolizist in Wien tätig. Archiv-Foto: LPD-Wien / Karl Schober

Seit Ausbruch des Krieges in der Ukraine, steigt die Zahl der Geflüchteten stetig. Laut den Vereinten Nationen befinden sich bereits 2,5 Millionen Menschen auf der Flucht vor dem Krieg – ein Ende der Vertreigungen ist derzeit nicht absehbar. Um die humanitären Herausforderungen zu bewältigen hat Bundeskanzler Karl Nehammer die Stabsstelle Ukraine–Flüchtlingskoordination im Bundeskanzleramt eingerichtet.

 

Große humanitäre Herausforderung

Österreich hilft den Menschen der Ukraine. Die Geflüchteten brauchen nicht nur einen Zufluchtsort, sondern auch Wohnraum, Arbeits- und Bildungsmöglichkeiten, heißt es aus dem Bundeskanzleramt. Darüber hinaus würden die Menschen auch psychosoziale Betreuung und Unterstützung bei der Integration benötigen.

Es handle sich hierbei um eine der größten humanitären Herausforderungen seit dem Ende des zweiten Weltkrieges – auch für Österreich. Daher hat Bundeskanzler Karl Nehammer die Stabstelle Ukraine – Flüchtlingskoordination im Bundeskanzleramt eingerichtet und Generalmajor Michael Takács mit der Leitung betraut.

„Die zuständigen Ministerien und Bundesländer haben alle Grundlagen dafür geschaffen, um Unterbringungen, Betreuung und Versorgung sicherzustellen. Täglich kommen Kriegsvertriebene aus der Ukraine in Österreich an, viele von Ihnen wollen weiter reisen und benötigen nur für einige Tage Versorgung“, erklärte Bundeskanzler Karl Nehammer.

 

Neue Stabstelle Ukraine – Flüchtlingskoordination

Die neue Stabstelle im Bundeskanzleramt nimmt unverzüglich ihre Arbeit auf. Die Aufgaben sind zum einen interministerielle Abstimmung von Maßnahmen zur Unterbringung und Integration von schutz- und hilfsbedürftigen Personen aus der Ukraine, Koordination von Maßnahmen zur Bereitstellung der Unterkünfte und die Koordination mit den Bundesländern, NGOs, Vertretern der Wirtschaft und sonstigen betroffenen Einrichtungen. Darüber hinaus wird die Stabstelle an die Mitglieder der Bundesregierung und an das Krisenkabinett berichten.

Was es zur Bewältigung der humanitären Aufgaben brauche, sei ein abgestimmtes und zielgerechtes Handeln der betroffenen Akteure auf verschiedenen Ebenen, erklärte der Bundeskanzler weiter. „Michael Takács ist ein erfahrener Mann, wenn es um Organisation und Logistik geht“, so Nehammer.

 

Twitter

Mit dem Laden des Tweets akzeptieren Sie die Datenschutzerklärung von Twitter.
Mehr erfahren

Inhalt laden

 

Generalmajor Michael Takács mit Leitung betraut

Generalmajor Michael Takács hat bereits im Zeitraum von August 2015 bis September 2016 als Kabinettsreferent die mit dem von der Bundesregierung damals bestellten Flüchtlingskoordinator, Dr. Christian Konrad, die Flüchtlingskrise überparteilich und ressortübergreifend koordiniert. Takács wurde nach seiner polizeilichen Grundausbildung erstmals 1993 zum Innenministerium für einen humanitären Polizei-Auslandseinsatz im Irak zugeteilt. Seither ist er mit Unterbrechungen in verschiedenen Funktionen im Innenministerium tätig, zuletzt als Kabinettschef-Stellvertreter von Innenminister Gerhard Karner.