Am Mittwoch beschloss die Regierung das Ende der Kalten Progression. Die Auswirkungen sind groß, die Effekte und die Entlastung langfristig. Foto: BKA / Andy Wenzel

Vom Ende der Kalten Progression profitieren in erster Linie die arbeitenden Menschen im Land. Zur-Sache berichtete bereits. Neben dieser Steuerentlastung gibt es aber auch noch andere Gewinner. Die positiven Effekte werden sich zum Beispiel auch auf den Arbeitsmarkt niederschlagen. Zur-Sache hat die wichtigsten Fakten und Daten zusammengestellt.

 

Bis zu 7,5 Millionen von Entlastung betroffen

Von der Kalten Progression war bisher jeder in Österreich betroffen, der Lohn- und Einkommensteuer bezahlt. Das sind rund 4,5 Millionen Arbeitnehmer, 2,5 Millionen Pensionisten und rund 500.000 Unternehmen. Diese Personen werden nun bis zum Jahr 2026 um rund 20 Milliarden Euro entlastet.

 

7,5 Millionen Menschen im Land werden von der Abschaffung der Kalten Progression profitieren. Fot: BMF

7,5 Millionen Menschen im Land werden von der Abschaffung der Kalten Progression profitieren. Fot: BMF

Schrittweiser Anstieg der Entlastung

Die steuerlichen Ersparnisse kommen nicht auf einmal und werden für jeden einzelnen auch nicht in dauernd gleicher Höhe ausfallen. Zunächst fällt die Entlastung Anfang 2023 noch etwas geringer aus. Von Jahr zu Jahr wird diese dann schrittweise zunehmen. Einzelne Rechenbeispiel hat zur-Sache bereits in einem eigenen Bericht veröffentlicht. Richtet man einen Blick auf das jeweilige Gesamtvolumen pro Jahr, so ergibt die Entlastung im kommenden Jahr 1,85 Milliarden Euro. 2025 werden es 6,25 Milliarden sein und schließlich 2026 rund 7,78 Milliarden Euro. Ergibt insgesamt bis 2020 rund 20 Milliarden Euro.

 

Bis zum Jahr 2026 wird die jährliche Entlastung auf über 7 Milliarden Euro steigen. In Summe werden es insgesamt rund 20 Milliarden sein. Foto: BMF

Bis zum Jahr 2026 wird die jährliche Entlastung auf über 7 Milliarden Euro steigen. In Summe werden es insgesamt rund 20 Milliarden sein. Foto: BMF

Beschäftigungserhöhung und weniger Arbeitslose

Der volkswirtschaftliche Effekt darf auch nicht außer Acht gelassen werden, der durch die Abschaffung der Kalten Progression ausgelöst wird. Berechnungen des Finanzministeriums zufolge wird das BIP um rund 1 Prozent steigen. Auch der Arbeitsmarkt dürfte ein Gewinner dieser Maßnahme sein. So wird mit einem Beschäftigungsanstieg von bis zu 36.700 Beschäftigten gerechnet, bei einem gleichzeitigen Rückgang der Arbeitslosigkeit von 20.000 Personen bis zum Jahr 2026.

 

Klares Procedere festgelegt

Die Verteilung der Entlastung teilt sich in zwei Bereiche. Zwei Drittel des Volumens fällt in die automatische Tarifentlastung. Das andere Drittel wird speziell zur Entlastung von Bezieher geringer und mittlerer einkommen aufgebracht. Wie genau diese Verteilung Jahr für Jahr erfolgt, wurde von der Regierung in einem klaren Procedere festgelegt. So muss jedes Jahr bis spätestens 15. September festgelegt sein, wie dieses eine Drittel verteilt wird. Bereits fix festgelegt ist diese Verteilung für das kommende Jahr. Die Regierung einigte sich auf einen zusätzlichen Schwerpunkt der Entlastung besonders in den ersten beiden Tarifstufen.

 

Klare Regeln: Am 15. September jedes Jahres wird festgelegt, wie das eine Drittel aus der Kalten Progression verteilt wird. Foto: BMF

Klare Regeln: Am 15. September jedes Jahres wird festgelegt, wie das eine Drittel aus der Kalten Progression verteilt wird. Foto: BMF