Pferde-Entwurmung gegen Corona: Kickl saß einer Fälschung auf

Foto: Florian Schrötter, Grafik: zursache.at
Foto: Florian Schrötter, Grafik: zursache.at

Eine skurrile Wendung in Kickls Liebäugelei mit einem Pferde-Entwurmungsmittel: Der FPÖ Chef und Klubobmann hatte ein Entwurmungsmittel zur Behandlung von Corona empfohlen. Nun zeigt sich laut einer österreichischen Tageszeitung: Die Studie dazu war gefälscht.

 

Der teils abenteuerliche Kurs, wie FPÖ-Chef Herbert Kickl mit Corona umgeht, fand Ende Oktober seinen Höhepunkt: Der Klubobmann der FPÖ empfahl ein Pferde-Entwurmungsmittel zur Behandlung des Corona Virus.

 

Behörde warnt vor Kickl-Vorschlag

Für diesen Vorschlag stieß Kickl nicht nur auf Kritik in den Medien, auch das Bundesamt für Sicherheit im Gesundheitswesen sprach eine offizielle Warnung aus, eine Corona Infektion mit Ivermectin zu behandeln.

Unter anderem wurde auch deswegen davon gewarnt, weil die Dosierung des Entwurmungsmittels in den Studien, auf die sich Kickl bezieht, so hoch gewesen sei, dass sie für den Menschen gefährlich werden kann.

 

Lediglich 11 „Studienteilnehmer“

Doch nun wurden laut einem Onlinemedium neue Details zur Studie bekannt, auf die sich Kickl bei seiner Empfehlung stützt: Die Studie aus dem Libanon soll gefälscht worden sein. Demnach hätte man beim Erstellen der Studie lediglich elf Ergebnisse gehabt und diese schlicht neun mal kopiert.

Kickl vertraut bei der Corona-Bekämpfung also eher auf ein Pferde-Entwurmungsmittel, das auf einer gefälschten Studie aus dem Libanon basiert, als auf die Corona-Impfstoffe, die zu den meistgetesteten Medikamenten aller Zeiten gehören.

Dabei ist Kickl mittlerweile einer der wenigen der FPÖ-Promis, der noch nicht geimpft ist.