Schulstart mit Corona-Schutzkonzept & Digitalisierungsoffensive

Die Effektivität dieser Teststrategie wird durch die Bilanz nach der ersten Schulwoche bewiesen. - Foto: iStock/Spitzt-Foto
Die Effektivität dieser Teststrategie wird durch die Bilanz nach der ersten Schulwoche bewiesen. - Foto: iStock/Spitzt-Foto

Anfang September startet im Osten Österreichs wieder die Schule. Zugleich läuft auch die Digitalisierungsoffensive an Österreichs Schulen an: 150.000 Schüler der 5. und 6. Schulstufe erhalten Laptops und Tablets. Zudem haben die Schulbehörden ein umfangreiches Corona-Schutzkonzept für den Herbst vorbereitet. Die Sicherheitsphase an den Schulen wird auf 3 Wochen verlängert, wie Bildungsminister Heinz Faßmann am Mittwoch bei einer Pressekonferenz erklärte.

 

Umfangreiche Teststrategie an den Schulen

Die bereits angekündigte Sicherheitsphase an Österreichs Schulen wird zu Schulbeginn wird auf 3 Wochen verlängert. In dieser Zeit werden alle Schüler und Lehrer dreimal pro Woche getestet, unabhängig von einer Corona-Impfung. Nach der Sicherheitsphase wird je nach Corona-Risikolage eine Testpflicht an Österreichs Schulen geführt.

Ziel der Corona-Maßnahmen an den Schulen ist es, den Präsenzunterricht durchgehend stattfinden lassen zu können und somit flächendeckende Schulschließungen zu verhindern. Zudem würden Maßnahmen im Risikofall auch regional und zeitlich begrenzt geschaffen werden.

 

Was passiert in der Sicherheitsphase?

In der dreiwöchigen Sicherheitsphase an den Schulen müssen alle Schüler und Lehrer außerhalb der Klasse eine Maske tragen. Zudem werden die Schüler dreimal die Woche getestet. Dabei wird einer der Tests ein PCR-Test sein.

Geimpfte Lehrer reichen drei Antigen-Tests, PCR-Test wird keiner erforderlich sein. Ungeimpfte Lehrer müssen auch einen PCR-Test in der Woche abliefern.

Der Testnachweis auf dem sogenannten „Ninjapass“ gilt auch weiterhin als Eintrittskarte, etwa für die Gastronomie.

 

Bildungsminister Heinz Faßmann. Foto: BKA/ Dragan Tatic

Ziel ist es, den Präsenzunterricht  im kommenden Semester aufrecht zu erhalten, so Bildungsminister Heinz Faßmann. – Foto: BKA/ Dragan Tatic

Risikoeinteilung nach Inzidenz

Geringes Risiko besteht bei einer Inzidenz von unter 100. Schülerinnen und Schüler testen in dieser Risikolage freiwillig. Bei regionaler Risikolage kann der Test vorübergehend auch verpflichtend angeordnet werden.

Mittleres Risiko an einer Schule besteht, wenn die Inzidenz zwischen 100 und 199 liegt. Dann müssen ungeimpfte Schüler dreimal die Woche – auch außerhalb der Sicherheitsphase – einen Test machen lassen. Hier muss auch wieder einer der Tests ein PCR-Test sein. Zudem müssen sowohl Lehrer als auch Schüler außerhalb der Klasse eine MNS-Maske tragen.

Bei hohem Risiko – Inzidenz über 200 – muss ab der neunten Schulstufe von Schülern und Lehrern die Maske im Unterricht getragen werden.

Auch Schulveranstaltungen sollen im kommenden Semester wieder stattfinden dürfen: Bei geringem Risiko können Schulveranstaltungen durchgeführt werden, bei mittlerem Risiko bedarf es zuvor einer Risikoanalyse.

Weitere Informationen und Details finden Sie auf der Seite des Bildungsministeriums.

Notebooks und Tablets standen zur Auswahl

Mit dem Schulstart beginnt die Digitalisierungsoffensive. Bei der Digitalisierungsoffensive des Bildungsministeriums konnten sich Österreichs Schulen aktiv einbringen und über die digitalen Endgeräte selbst entscheiden. Voraussetzung für die Mitentscheidung war die Erarbeitung eines Konzepts über die Verwendung der Notebooks und Laptops im Unterricht.

Zudem mussten die Eltern-, Lehrer- und Schülervertreter der Entscheidung über die Geräte zustimmen. Der Bund stellt für die digitalen Geräte in Österreichs Schulen rund 100 Mio. Euro bereit.

Zur Auswahl der Geräte – bei denen die Eltern lediglich einen Selbsterhalt von 25 % bezahlen müssen – standen etwa Windows Notebooks, Windows Tablets, iPads oder Android Tablets. Der Selbstbehalt übertrifft laut Bildungsministerium 100 Euro nicht. Zudem können Familien mit geringem Haushaltseinkommen vom Selbstbehalt befreit werden.

 

Auslieferung startet ab 20. September

Laut Ministerium wird die Auslieferung der Geräte bereits ab dem 20. September starten. Bereits ab dem 22. Oktober 2021 sollen mit Ausnahme der Windows-Geräte, alle Schülerinnen und Schüler ihr Gerät erhalten haben.

Neben den Schülern der 1. und 2. Klassen der AHS und Mittelschulen werden die Lehrer der betreffenden Schulklassen Laptops und Tablets erhalten.