Die hohen Spritpreise treffen besonders Menschen am Land besonders stark. Das zeigt eine Umfrage von IFDD im Auftrag von Zur-Sache. Foto: istock / esemelwe

In der großen Sommerumfrage des Meinungsforschungsinstitutes IFDD im Auftrag von Zur-Sache, wurde auch der Frage nachgegangen, in welchen Bereichen die Teuerung die Menschen am stärksten trifft. Die Antworten der 800 Befragten sind aufgrund der aktuellen Lage und Berichterstattung erwartbar, allerdings liefern die Daten auch teils überraschende Details.

 

Lebensmittel, Sprit und Strom

Die Teuerung beschäftigt derzeit Bürger, Wirtschaft und die Politik. Nicht nur in Österreich sondern in ganz Europa ziehen seit Monaten die Preise an. Zur-Sache wollte wissen, in welchen Bereichen die Teuerung die Menschen am stärksten trifft. Die Befragten konnten maximal drei Bereiche nennen. 73 Prozent, also fast drei Viertel der Befragten geben Lebensmittel an, gefolgt von Sprit mit 62 Prozent und der Teuerung beim Strom mit 55 Prozent. Obwohl derzeit die mediale Aufmerksamkeit auf ein mögliches Gaslieferstopp und ein Gasengpass im kommenden Winter gerichtet ist, geben nur 23 Prozent der Befragten das Thema Gas an. Knapp vor dem Gas liegt noch der Bereich Miete/Wohnkosten mit 24 Prozent.

 

Interessante Detailzahlen

Beim Blick auf die Bevölkerungsgruppen zeigen sich zum Teil markante Unterschiede. Die Teuerung beim Sprit trifft besonders Menschen am Land (79 Prozent) im Vergleich zu 44 Prozent der Befragten aus dem städtischen Raum. Interessant zeigt sich auch die Betroffenheit bei den Befragten im Alter von unter 30 Jahren. Die Teuerung beim Strom trifft sie mit 40 Prozent weniger stark als bei den höheren Altersgruppen, während sich wiederum die jungen Befragten mit 73 Prozent vom hohen Spritpreis stärker betroffen zeigen, als Befragte im Alter von über 50 Jahren.

 

Grün-Wahler in Sorge um hohen Spritpreis

Hinsichtlich des Wahlverhaltens sticht ein Wert besonders hervor: Deklarierte Grün-Wähler sehen sich beim Sprit von der Teuerung mit 62 Prozent stärker betroffen als SPÖ-Wähler (54) und Neos-Wähler (57).

 

Zur Umfrage:

Durchgeführt vom Institut für Demoskopie & Datenanalyse (IFDD) im Auftrag vom ÖVP-Parlamentsklub/Zur-Sache.
Stichprobengröße n=800.
wahlberechtigte ÖsterreicherInnen repräsentativ ab 16 Jahren.
Vorgeschichtetes Randomverfahren, CAWI.
Untersuchungszeitraum 23. Juni 2022 – 26. Juni 2022.
Maximale Schwankungsbreite +/- 3,5 %.