Innenpolitik

Transparenz muss für alle gelten

VP-Abgeordneter Andreas Hanger spricht sich im Interview mit Puls24 für volle Transparenz aus. Screenshot: Puls24

VP-Abgeordneter Andreas Hanger spricht sich im Puls24-Interview zum kommenden Untersuchungsausschuss für volle Transparenz und gegen Spekulationen aus.

 

„Irgendwann muss man zu Lösungen kommen“

Im Interview mit Thomas Mohr von Puls24 spricht sich der VP-Abgeordnete zum Nationalrat und Fraktionsführer im kommenden U-Ausschuss Andreas Hanger für volle Transparenz aus, jedoch müsse diese für alle Parteien gelten, die Regierungsverantwortung getragen haben.

Bezüglich der Zusatzvereinbarung zwischen den Regierungsparteien, dem so genannten Sideletter, sagte Hanger, dass vieles darin selbstverständlich sei. Die Regierungsverhandlungen seien immer etwas sehr Komplexes: „Was die Untergruppen nicht klären können, geht in die Obergruppe. Was dort nicht geklärt wird, muss dann von den Parteichefs geklärt werden“, erläutert Hanger die Regierungsverhandlungen. Die Parteichefs müssen schließlich die Probleme klären und oft brauche es dazu Kompromisse die zum Beispiel in einem Sideletter geklärt wurden, „irgendwann muss man zu Lösungen kommen“, sagte der VP-Abgeordnete.

Auf die Frage, warum Personalentscheidungen in einem Sideletter stehen und nicht beispielsweise im Regierungsprogramm, betonte Hanger einmal mehr, er stünde für volle Transparenz. „Wenn es Positionen gibt die ausgeschrieben werden, bin ich sehr dafür, diese nicht in einem Sideletter zu schreiben“, erläuterte Hanger.

 

VP-Abgeordnete Andreas Hanger im Interview mit Thomas Mohr von Puls24. Screenshot: Puls24

VP-Abgeordnete Andreas Hanger im Interview mit Thomas Mohr von Puls24. Screenshot: Puls24

 

Gute Koalition mit den Grünen

Hanger betonte jedoch auch, wenn es um ausgeschriebene Positionen gehe, es nicht in Ordnung sei, bereits im Vorfeld Namen zu definieren.

Auf die Frage, ob die Veröffentlichung des Sideletters mehr der ÖVP oder den Grünen schade, antwortete Hanger: „Ein Sideletter schadet dem politischen System insgesamt. Man solle stattdessen nachdenken wie man solche Situationen in Zukunft besser organisieren könnte.“

Der VP-Abgeordnete betonte mehrfach die gute Koalition mit den Grünen, „man solle sich jetzt nicht an Detailfragen aufhängen“, so Hanger, man habe schließlich ein gutes Regierungsprogramm.

Für den kommenden Untersuchungssauschuss sprach sich der Fraktionsvorsitzende erneut für die vollinhaltliche Aufklärung aus und betonte: „man müsse in einem Rechtstaat jedem auch die Möglichkeit geben, sich zu erklären.“ Zudem wolle sich Hanger nicht zu Spekulationen und Mutmaßungen äußern, sondern konzentriert an die Arbeit gehen.

Indes hat Bundeskanzler Karl Nehammer bekanntgegeben, dass es mit ihm künftig keine Zusatzvereinbarungen, sprich Sideletter, geben wird.

 

Das Interview im O-Ton:

Das gesamte Interview im O-Ton kann in der Puls24-Mediathek nachgesehen werden.

VP-Abgeordneter Andreas Hanger spricht sich im Interview mit Puls24 für volle Transparenz aus. Screenshot: Puls24
VP-Abgeordneter Andreas Hanger spricht sich im Interview mit Puls24 für volle Transparenz aus. Screenshot: Puls24
Aufrüstung gegen Bedrohungen aus dem Internet: Eine neue Behörde im Innenministerium – das Bundesamt für Cybersicherheit - soll helfen, Staat und Wirtschaft gegen Angriffe zu stärken. Foto: Elchinatori/Pixabay

Aufrüstung im Internet: Neuer Schutz vor digitalen Bedrohungen

Eine klare Grenze zwischen Fakten und Fake will in Sachen Klimawandel Klimaminister Norbert Totschnig ziehen. Foto: istock/Parradee Kietsirikul

Totschnig lässt Klima-Desinformation untersuchen: „Oft Teil gezielter Kampagnen”

38.000 Abschiebungen erfolgten seit Anfang 2024. Das gab das Innenministerium am Mittwoch bekannt. Foto: iStock/Stadtratte

So groß wie die Stadt Steyr: Mehr als 38.000 Abschiebungen seit Jänner 2024

Das neue Modell der Aktivpension wird von Wirtschaftsminister Hattmannsdorfer verteidigt. Er kritisiert das Momentum Institut und spricht von einer "Neiddebatte". Foto: iStock/c-George

Linkes Institut schürt Neiddebatte bei Aktivpension – Hattmannsdorfer kritisiert Momentum Institut

Mit der Aufhebung des CO2-Speicherverbots sieht Wirtschaftsminister die Stärkung des Wirtschaftsstandortes. Foto: BKA/Florian Schrötter

CO2-Speicherung schafft Standortgarantie für Industriebetriebe

Die Sozialpartnerschaft sichert seit 80 Jahren ein gutes Miteinander zwischen Arbeitnehmerschaft und den Unternehmen. Die Politik würdigt diese Verdienste. Foto: istock/milanvirijevic

80 Jahre Sozialpartnerschaft: Minister würdigen „österreichische Erfolgsgeschichte”