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Aufrüstung im Internet: Neuer Schutz vor digitalen Bedrohungen

Aufrüstung gegen Bedrohungen aus dem Internet: Eine neue Behörde im Innenministerium – das Bundesamt für Cybersicherheit - soll helfen, Staat und Wirtschaft gegen Angriffe zu stärken. Foto: Elchinatori/Pixabay

Die Aufrüstung der Staaten gegen digitale Bedrohungen aus dem Internet schreitet zügig voran. Regierungschefs wie Kanzler Stocker wirken an internationalen Aktionen mit, EU-Staaten setzen die Richtlinie zu Netzsicherheit um – und in Österreich startet in wenigen Tagen das neue Bundesamt für Cybersicherheit.

 

Aufrüstung wegen steigender Kriminalität und neuer Risiken

Die verstärkten Anstrengungen für Sicherheit gegen digitale Bedrohungen haben Ursachen:

Die Kriminalität im Netz steigt: Der Cybercrimereport des Innenministeriums verzeichnet einen Anstieg der Internetkriminalität von 13.000 Straftaten im Jahr 2016 auf über 63.000 Straftraten im Jahr 2025.

Die Risiken durch Künstliche Intelligenz steigen: Die Chefs der Big-Tech-Konzerne warnten diese Woche vor dem UN-Sicherheitsrat vor den Folgen rascher und unkontrollierter Entwicklung der KI. Mehr als 20 Regierungschefs, darunter Bundeskanzler Christian Stocker, unterzeichneten diese Woche in New York die Forderung nach Kontrollen der KI durch die führenden Tech-Konzerne.

Der Nationalrat hat diese Woche den Bericht des Rechnungshofes zur Prävention und Bekämpfung von Cyberkriminalität zur Kenntnis genommen. Darin werden verstärkte Initiativen und auch Aufrüstung gegen Cybercrime durch das Innen- und das Justizministerium gefordert.

 

Bundesamt für Cybersicherheit startet am 1. Oktober

Mit dem Gesetz über Netz- und Informationssicherheit (NISG 2026) startet das neue Bundesamt für Cybersicherheit (BCS) am 1. Oktober 2026. Österreich setzt damit die NIS-2-Richtlinie um und schafft eine zentrale, bundesweit zuständige Behörde für Cybersicherheit. Diese ist als nachgeordnete Dienststelle des Bundesministeriums für Inneres eingerichtet.

 

IT-Experte leitet neues Bundesamt

An der Spitze des neuen Bundesamts steht mit Markus Kasinger ein ausgewiesener IT- und Sicherheitsexperte, heißt es im Innenministerium. Der Oberösterreicher war zuvor als CIO bei der Austrian Power Grid AG tätig und leitet diese neue Aufrüstung gegen Attacken aus dem Netz.

„Cyberangriffe machen nicht an Sektor- oder Organisationsgrenzen halt“, sagt Kasinger. „Deshalb brauchen wir eine Stelle, die den Überblick behält, Risiken erkennt und im Ernstfall die richtigen Akteurinnen und Akteure zusammenbringt. Unser Anspruch ist, Cybersicherheit gemeinsam mit Staat, Wirtschaft und unseren Partnerinnen und Partnern nachhaltig zu stärken.“

Im Fokus stehen die öffentliche Verwaltung sowie Unternehmen und Einrichtungen, die für Staat und Gesellschaft besonders bedeutsam sind. Das gilt für die Bereiche Energie, Verkehr, Gesundheit, Trink- und Abwasser, digitale Infrastruktur, Industrie und Lebensmittelversorgung.

Info: Campus Tivoli lädt zur KI-Konferenz

Aufrüstung gegen Bedrohungen aus dem Internet: Eine neue Behörde im Innenministerium – das Bundesamt für Cybersicherheit - soll helfen, Staat und Wirtschaft gegen Angriffe zu stärken. Foto: Elchinatori/Pixabay
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