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Lasst Pensionisten arbeiten!

Bei einer Pressekonferenz am Dienstag präsentierte LR Markus Achleitner eine Studie, laut der 25 % der Pensionisten in Oberösterreich wieder arbeiten gehen würden, sofern es steuerliche Erleichterungen gäbe. Foto: Land OÖ / Daniela Sternberger

Eine Studie des MARKET-Instituts im Auftrag von Wirtschaftslandesrat Markus Achleitner, (OÖ) hat ergeben, dass sich eine Mehrheit der Pensionisten vorstellen könnten, in der Pension wieder arbeiten zu gehen. Achleitner sieht hier die Möglichkeit für ein neues System der Arbeit trotz Pensionsantritts.

 

Ein Viertel würde in Pension arbeiten

Zurzeit fühlen sich die befragten Pensionisten in Oberösterreich nicht ausreichend gut über die Arbeitsmöglichkeiten in der Pension informiert. Daher kommt es für die Mehrzahl der Befragten auch nicht in Frage, nach der Pension noch zu arbeiten.

Landesrat Achleitner präsentiert einen konkreten Vorschlag: „Es soll ein steuerfreier Zuverdienst in der Regelpension möglich sein, so dass nur die Sozialversicherungsbeiträge bezahlt werden müssen und dazuverdienende Pensionisten von allen anderen Abgaben und Gebühren befreit werden. Das würde für die öffentliche Hand keine finanziellen Einbußen bedeuten, weil diese Pensionisten sonst ohnehin nicht arbeiten würden. Die Betriebe hingegen würden durch eine höhere Produktivität auch für ein erhöhtes Steueraufkommen sorgen.“

Im derzeitigen System würden nur ungefähr 13 % der Personen nach Erreichen des Pensionsantritts wieder arbeiten gehen. Bei der Umstellung auf ein neues mit steuerlichen Erleichterungen allerdings 25 %, also ein Viertel.

Die Frage, ob denn Arbeitgeber überhaupt Pensionisten einstellen würden, wurde auch in der Studie abgefragt. Das positive Ergebnis: 44 % der befragten Betriebe würden in einem neuen System die erfahrenen Facharbeiter einstellen.

 

Facharbeitermangel entgegenwirken

Die Vorteile liegen auf der Hand: Erfahrungswissen und Fachkräfte für die Betriebe und ein attraktiver Zuverdienst in der Pension. Die Arbeitszeiten werden variabel gehalten, dies sehen beide Seiten so. Und: Auch eine Beschränkung auf ehemalige Arbeitsverhältnisse steht nicht zur Diskussion, gerade arbeitnehmerseitig kann man sich eine Beschäftigung bei einem anderen Unternehmen als jenem vor dem Pensionsantritt gut vorstellen.

„Damit würden die Betriebe nicht nur dringend benötigte Fachkräfte bekommen, sondern auch die enormen Erfahrungen und das Fachwissen der älteren Menschen könnte weiterhin genutzt werden“, so Landesrat Achleitner. Die Bundesregierung hatte sich dem Fachkräftemangel auch schon angenommen und festgestellt, dass gerade in Oberösterreich eine hohe Zahl an offenen Stellen sind (Zur-Sache berichtete).

 

Win – Win

„Die aktuelle Studie zeigt ganz klar, dass ein steuerfreier Zuverdienst in der Regelpension ein ‚Gamechanger‘ am Arbeitsmarkt sein kann: Eine solche Möglichkeit stößt auf großes Interesse bei den Betroffenen und verdoppelt das Potential an arbeitswilligen Erwerbstätigen in der Zielgruppe – und diese finden wiederum offene Arme in den Betrieben“, hebt Wirtschafts-Landesrat Markus Achleitner abschließend hervor. Damit könnten zusätzlich die Arbeitsleistung von 9.000 Arbeitskräfte für Oberösterreichs Wirtschaft gewonnen werden.

 

Die Ergebnisse der Studie könnt ihr HIER nachlesen.

Bei einer Pressekonferenz am Dienstag präsentierte LR Markus Achleitner eine Studie, laut der 25 % der Pensionisten in Oberösterreich wieder arbeiten gehen würden, sofern es steuerliche Erleichterungen gäbe. Foto: Land OÖ / Daniela Sternberger
Bei einer Pressekonferenz am Dienstag präsentierte LR Markus Achleitner eine Studie, laut der 25 % der Pensionisten in Oberösterreich wieder arbeiten gehen würden, sofern es steuerliche Erleichterungen gäbe. Foto: Land OÖ / Daniela Sternberger
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