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Vorarlberg übernimmt Bundesratsvorsitz – Motto „Starke Regionen – Zukunft gestalten“
Mit 1. Juli 2026 übernimmt die Vorarlbergerin Christine Schwarz-Fuchs den Vorsitz im Bundesrat. Sie löst den Tiroler ÖVP-Bundesrat Markus Stotter ab, der die Länderkammer im ersten Halbjahr für das Land Tirol geführt hatte. Da der Vorsitz halbjährlich wechselt und Vorarlberg im zweiten Halbjahr 2026 sowohl den Bundesrat als auch die Landeshauptleutekonferenz anführt, steht beides unter dem gemeinsamen Motto „Starke Regionen – Zukunft gestalten“. Neuer Vizepräsident wird der Salzburger ÖVP-Bundesrat Silvester Gfrerer.
Schwarz-Fuchs will „klare Zuständigkeiten und starke Regionen“
Inhaltlich will die neue Präsidentin einen Schwerpunkt auf den wirtschaftlichen Wohlstand in den Regionen legen. „Österreichs Zukunftsfähigkeit hängt davon ab, wirtschaftliche Stärke, gesellschaftlichen Wandel und regionale Sicherheit gemeinsam zu denken“, so Schwarz-Fuchs. Wohlstand entstehe „durch leistungsfähige Betriebe, qualifizierte Menschen und innovationsfreundliche Rahmenbedingungen“, Krisenfestigkeit „durch vorausschauende Planung, klare Zuständigkeiten und starke Regionen“. Der Bundesrat werde im kommenden Halbjahr einen Impuls setzen, um „Österreichs Wohlstand zu sichern, den Wandel aktiv zu gestalten und mit Weitblick auf kommende Herausforderungen vorbereitet zu sein“.
Vorarlbergerin mit viel Erfahrung
Schwarz-Fuchs ist kein Neuling in der Funktion: Bereits im ersten Halbjahr 2022 war sie Bundesratspräsidentin, im zweiten Halbjahr 2021 sowie seit Anfang 2026 Vizepräsidentin. Die 1974 in Bregenz geborene Politikerin ist seit Anfang 2020 Mitglied des Landesparteipräsidiums und -vorstands der ÖVP Vorarlberg sowie Mitglied des Bundesrates. Seit 2019 ist sie Landesgruppenobmann-Stellvertreterin des Wirtschaftsbunds Vorarlberg und seit 2014 im Vorstand der Industriellenvereinigung Vorarlberg. Nach dem Abschluss ihres Studiums der Handelswissenschaften an der Wirtschaftsuniversität Wien im Jahr 2000 war sie viele Jahre Geschäftsführerin einer Druckerei. Seit 2025 ist sie Geschäftsführerin der CSFM GmbH.
Gfrerer: Fokus auf ländlichen Raum und Berglandwirtschaft
Der neue Vizepräsident Silvester Gfrerer, geboren 1959 in Großarl, gehört dem Bundesrat seit Juni 2018 an, seit 2023 als Schriftführer. Der Ökonomierat und frühere Landwirt war viele Jahre Obmann der Bezirksbauernkammer Pongau und engagiert sich als Obmann des Salzburger Alm- und Bergbauernvereins sowie als Bundesobmann-Stellvertreter der Almwirtschaft Österreich.
Ihm liegen vor allem der ländliche Raum und der Erhalt der Alm- und Berglandwirtschaft am Herzen. Der ländliche Raum sei „die Lebensader unserer Regionen“ und brauche eine starke Vertretung, so Gfrerer. Zugleich müsse man „alles daransetzen, unsere kleinstrukturierte Berg- und Almwirtschaft zu erhalten“. Die Bergbäuerinnen und Bergbauern leisteten „einen unverzichtbaren Beitrag zur Pflege der Kulturlandschaft“; dafür brauche es verlässliche Rahmenbedingungen und „eine starke Partnerschaft mit dem Tourismus“.
Dank von Himmer
Der Vorsitzende der ÖVP-Bundesratsfraktion, Harald Himmer, dankte in einer Aussendung dem Osttiroler Markus Stotter für seine erfolgreiche Vorsitzführung und wünschte Schwarz-Fuchs sowie Gfrerer viel Erfolg für die kommenden Aufgaben.





