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2027 kommt günstiger Industriestrom

Für die Industrie solle es ab 2027 einen günstigeren Stromtarif geben. Das hat die Regierung bei ihrer Klausur beschlossen. Foto: iStock/vm

Der von der Industrie und der Wirtschaft geforderte günstige Industriestrom kommt. Darauf hat sich die Bundesregierung bei ihrer Klausur zum Jahresauftakt geeinigt. Kommen soll der Industriestrom 2027. Die zusätzlichen Kosten dafür sollen von der Energiewirtschaft getragen werden.

 

Angesichts globaler Unsicherheiten – vom russischen Angriffskrieg in der Ukraine über steigende Energiepreise bis hin zu geopolitischen Spannungen – sieht die österreichische Bundesregierung die Notwendigkeit, die Wettbewerbsfähigkeit des Landes langfristig zu sichern. Zur Stärkung des industriellen Standorts und zum Schutz von Arbeitsplätzen wird nun ein Maßnahmenpaket auf Schiene gebracht, das ab 2027 gelten soll.

 

Industriestromabsicherung 2026‑2029

  • Ziel: Planungssicherheit für energieintensive Unternehmen.
  • Gesetz: Das Industriestromabsicherungsgesetz soll bis 2029 gelten.
  • Preis: Ab dem 1. Januar 2027 wird ein Industriestrompreis von 5 Cent/kWh eingeführt.
  • Finanzierung: Die jährlichen Vergünstigungen von rund 250 Millionen Euro werden vollständig durch einen zusätzlichen Budgetbeitrag der Energiewirtschaft getragen. Die konkreten Ausgestaltungen werden zwischen dem Finanzministerium (BMF) und dem Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Technologie (BMWET) erarbeitet.

 

Aufhebung des Verbots für Carbon‑Capture‑Storage (CCS)

Zudem hebt die Regierung das bisher geltende gesetzliche Verbot für Carbon‑Capture‑Storage (CCS) auf. Damit soll die Nutzung von CO₂ als Rohstoff durch Carbon‑Capture‑Utilization (CCU) ermöglicht werden – ein zusätzlicher Baustein zur Emissionsvermeidung.

 

Ausbau heimischer Erneuerungsenergie

Die Regierung bekennt sich ausdrücklich zur verstärkten Nutzung heimischer Ressourcen – Windkraft, Geothermie und Wasserkraft. Daher soll eine umfassende Analyse zur Erweiterung der Erzeugungskapazitäten aus Wasserkraft und Pumpspeicherkraftwerken durchgeführt werden, um das vorhandene Potenzial optimal zu nutzen.

Die Maßnahmen sollen nicht nur die Kosten für energieintensive Betriebe senken, sondern auch die Attraktivität Österreichs als Export‑ und Produktionsstandort erhöhen. Durch die Kombination aus Preisgarantie, neuer CO₂‑Nutzungstechnologie und dem Ausbau erneuerbarer Energien will die Bundesregierung vor allem die Wettbewerbsfähigkeit stärken und den Standort attraktiv halten.