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Holocaust-Gedenktag: Pröll sieht aktiven Bildungsauftrag
Der 27. Jänner markiert im Kalender den Internationalen Holocaust-Gedenktag – Das Gedenken an mehr als sechs Millionen ermordeter Jüdinnen und Juden. Staatssekretär Alexander Pröll begleitete eine Schulklasse bei einem Rundgang durch die Shoah‑Namensmauern‑Gedenkstätte im Wiener Ostarrichi‑Park und ruft anlässlich des Gedenktages zu aktiver Bildungsarbeit auf.
Pröll ruft zu Haltung auf
„Gedenkorte wie die Shoah‑Namensmauern‑Gedenkstätte machen Österreichs historische Verantwortung nicht nur sichtbar, sondern fordern zu Haltung auf – im Denken wie im Handeln“, sagte Pröll am Rande der Führung.
Die Gedenkstätte, eröffnet im November 2021, trägt rund 65.000 in Stein gemeißelte Namen österreichischer jüdischer Opfer der nationalsozialistischen Verfolgung. Der Besuch verdeutlichte, dass Erinnerung mehr ist als ein historischer Rückblick: Sie ist ein aktiver Bildungsauftrag, insbesondere für junge Menschen. „Gerade für junge Menschen ist die Auseinandersetzung mit dem Holocaust ein zentraler Bestandteil demokratischer und historischer Bildung“, betonte Pröll. Der Rundgang zeigte, dass außerschulische Lernorte das historische Bewusstsein stärken und die Sensibilisierung gegenüber Antisemitismus und Ausgrenzung fördern.
Internationaler Holocaust‑Gedenktag
Der 27. Jänner erinnert an die sechs Millionen ermordeten Jüdinnen und Juden sowie an alle anderen Holocaust‑Opfer. Pröll betonte, dass Erinnerung keine Angelegenheit der Vergangenheit, sondern ein Auftrag an die Gegenwart sei, um entschlossen gegen Antisemitismus, Ausgrenzung und Diskriminierung vorzugehen.
Nationale Strategie gegen Antisemitismus 2.0
Pröll verwies auf die Nationale Antisemitismus Strategie 2.0, die Erinnerung und historische Verantwortung mit konkreten politischen Maßnahmen verknüpft. Die Strategie adressiert sämtliche Formen von Antisemitismus – von traditionellen Ressentiments bis zu Hass‑ und Verschwörungsnarrativen im digitalen Raum. Bildung, Erinnerungskultur und die Vermittlung demokratischer Werte bilden das Fundament für Prävention, gesellschaftliche Resilienz und Sicherheit.
Geplantes Österreichisches Holocaust‑Museum (ÖHM)
Im Kontext der Gedenkstätte wird die Errichtung eines Österreichischen Holocaust‑Museums als zentraler Ort für Erinnerung, Bildung und wissenschaftliche Auseinandersetzung diskutiert. Dazu fand bereits am 16. Dezember 2025 im Bundeskanzleramt ein Runder Tisch mit Vertretern einschlägiger Institutionen statt. Im Mai soll ein gemeinsamer Bericht des Bundeskanzleramts und des Bundesministeriums für Wohnen, Kunst, Kultur, Medien und Sport die Erfolgsfaktoren und Herausforderungen des Museumsprojekts identifizieren. „Gerade weil immer weniger Zeitzeuginnen und Zeitzeugen selbst berichten können, braucht Erinnerung dauerhafte Orte, die Wissen vermitteln, Haltung fördern und Verantwortung sichtbar machen“, so Pröll.





