News

Miete: Preisdeckel bringt mehr Sicherheit

Die steigenden Mietpreise werden gebremst. Der Nationalrat beschloss in seiner Sitzung einen Mietpreisdeckel für die kommenden drei Jahre. Foto: iStock/ peterschreiber.media

Angesichts der hohen Inflation in den vergangenen beiden Jahren und der damit verbundenen Mieterhöhungen, schieben die Koalitionsparteien den steigenden Kosten einen Riegel vor. Der Nationalrat beschloss einen Mietpreisdeckel, der die Preiserhöhungen in Zukunft einbremsen soll.

 

Die Erhöhungen für die Jahre 2024, 2025 und 2026 werden mit maximal fünf Prozent begrenzt. Ab 2027 soll ein neues System der Valorisierung für mehr Planbarkeit sorgen.

„Der von den Regierungsparteien Volkspartei und Grünen auf den Weg gebrachte Preisdeckel sorgt für Entlastung, Kalkulierbarkeit und somit für Sicherheit bei den Mieterinnen und Mietern“, kommentiert ÖVP-Wohnbausprecher Abg. Johann Singer anlässlich des Beschlusses im Nationalrat.

 

2,5 Millionen Bewohner betroffen

Mit dem Preisdeckel wird das essenzielle Ziele verfolgt, die betroffenen Personen von Richtwertwohnungen, Kategoriewohnungen und von fertig finanzierten Genossenschaftswohnungen zu entlasten.

Für mehr Planbarkeit soll zudem das ab 2027 neu eingeführte System der Valorisierung sorgen. „Dann soll es nur eine Erhöhung jährlich geben, die in Höhe des Mittelwertes der drei vorherigen Jahre ausfällt. Wenn die Inflation dann fünf Prozent übersteigt, ist der darüberliegende Teil nur zur Hälfte von den Bewohnern zu tragen“, erklärt Singer.

Der Preisdeckel betrifft insgesamt 1,3 Millionen Wohnungen mit etwa 2,5 Millionen Bewohnerinnen und Bewohnern. Der Beschluss des Nationalrates ist für Singer ein Zeichen einer ausgewogenen Politik und befindet sich „angesichts der Pensionsanpassungen und der Lohn- und Gehaltsabschlüsse in einer stabilen Balance“.

 

Experten befürworten Mietpreisdeckel

Auch namhafte Experten – wie Christoph Badelt, Präsident des Fiskalrates, und Gabriel Felbermayer vom WIFO – befürworten die Preisbegrenzung der Regierung.

Singer, der auch die im Finanzausgleich vereinbarten zusätzlichen 300 Millionen Euro für die Bereiche Wohnen und Sanierung begrüßt, kritisiert das Stimmverhalten von SPÖ und FPÖ, deren Zustimmung zum Mietpreisdeckel im Nationalrat ausgeblieben ist. „Das Anliegen verdient breite Unterstützung – aber obwohl SPÖ und FPÖ einen Preisdeckel gefordert haben, bleibt ihre Zustimmung heute aus. Das ist unverständlich, denn Entlastung sollte keine Parteifarbe haben.“

Die steigenden Mietpreise werden gebremst. Der Nationalrat beschloss in seiner Sitzung einen Mietpreisdeckel für die kommenden drei Jahre. Foto: iStock/ peterschreiber.media
Die steigenden Mietpreise werden gebremst. Der Nationalrat beschloss in seiner Sitzung einen Mietpreisdeckel für die kommenden drei Jahre. Foto: iStock/ peterschreiber.media
Das Arbeiten über das Pensionsantrittsalter hinaus wird durch die Aktivpension finanziell deutlich attraktiver, kündigte ÖVP-Sozialsprecher August Wöginger an. Foto: iStock/c-George

Arbeiten in Pension wird attraktiver

Joachim Schnabel, Verkehrssprecher der ÖVP, nennt die Kriterien für die ÖBB-Reform. Ein Gesetzesentwurf liegt vor, die Koalition beginnt Verhandlungen. Ebenfalls gestartet sind die Testfahrten des neuen italienischen Hochgeschwindigkeitszuges Frecciarossa in Tirol und auf der Weststrecke. Foto: Italotreno

Nagelprobe für ÖBB-Reform: Wettbewerb und Nahverkehr

Josef Moosbrugger, Präsident der Landwirtschaftskammer, sorgt für Korrektur falscher FP-Aussagen. Foto: LKÖ, Jung-Leithner

Korrektur grober FPÖ-Fakes

Die Nähe zu Rechtsextremen und Identitären macht die Kickl-FPÖ zum Sicherheitsrisiko, stellt ÖVP-Klubchef Ernst Gödl fest. Foto: Screenshot FP-TV

Kickl-FPÖ bleibt wegen Rechtsextremismus ein Sicherheitsrisiko

Hinrichtungen im Iran rufen die Parlamentsparteien auf den Plan. Sie fordern einen sofortigen Stopp von Teheran. Foto: istock/BornaMir

Alle fünf Parlamentsparteien fordern Teheran zum Stopp der Hinrichtungen auf

Der neue Generalsekretär der ÖVP, Markus Gstöttner ruft in Sachen Wehrdienstreform die Opposition zum Schulterschluss auf. Foto: Jakob Glaser

Wehrdienstreform: Gstöttner mit Einladung an FPÖ und Grüne