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Parlament gedenkt der Roma und Sinti

ÖVP-Volksgruppensprecher Niki Berlakovich nahm an der Roma-Gedenkveranstaltung im Parlament teil. Antiziganismus und Diskriminierung von Romnja und Roma und Sintizze und Sinti dürfen in Europa keinen Platz haben." Foto: Parlamentsdirektion/Thomas Topf

Der 8. April markiert im Kalender den internationalen Roma-Gedenktag. Auch dieses Jahr fand dazu eine Gedenkveranstaltung im Parlament statt, die diesmal neben dem Erinnern ganz im Zeichen der Leistungen der Romnja und Sintizze stand.

 

Gräueltaten an Roma und Sinti

Das Gedenken und Erinnern an die Gräueltaten an Roma und Sinti – anerkannten Volksgruppen – hat in Österreich und Europa einen festen Platz im Kalender und wurde in der Vergangenheit zusätzlich ausgebaut.

Am 8. April 1971 wurden am ersten Weltkongress der Roma und Romnja in London die Flagge ihrer Gemeinschaft und eine Hymne eingeführt sowie zur selbstbewussten Stärkung  ihrer Identität aufgerufen. Seit 1990 dient der 8. April als internationaler Roma-Gedenktag der Erinnerung an die Opfer antiziganistischer Gewalt.

Das Europäische Parlament erklärte den 2. August zusätzlich als europäischen Gedenktag. 2023 beschloss der österreichische Nationalrat diesen Tag auch als nationalen Gedenktag.

 

Berlakovich dankt Organisationen

Für die ÖVP verwies Volksgruppensprecher und Nationalratsabgeordneter Nikolaus Berlakovich auf die Geschichte und die heutige Arbeit der Organisationen dieser Volksgruppe:

„Antiziganismus und Diskriminierung dürfen in Europa keinen Platz haben. Gerade den Angehörigen der Volksgruppe der Roma und Sinti ist im Nationalsozialismus Schlimmes passiert. 1993 erfolgte die Anerkennung der Volksgruppe in Österreich, seit 1995 gibt es auch den Volksgruppenbeirat der Roma. Ich danke den Funktionärinnen und Funktionären der Roma-Organisationen, die sich stark engagieren und wichtige und gute Projekte auf die Beine stellen“.

 

Zahlreiche Initiativen der Regierung

Berlakovich verwies in einer Presseinformation auf das Engagement und die Arbeit der Regierung für diese Volksgruppen.

In dieser Legislaturperiode wurde die Unterstützung für alle österreichischen, autochthonen Volksgruppen verstärkt. Nach der Verdoppelung der Volksgruppenförderung wurde ein eigener Fördertopf für Volksgruppenmedien, eine Digitalisierungsförderung für Volksgruppen und eine eigene Förderung für den Volksgruppennachwuchs beschlossen.

Weiters wurde die Roma-Strategie 2030 fortgeschrieben und eine eigene Stelle für Volksgruppenangelegenheiten im Parlament eingerichtet. Hier fanden auch die Dialogplattformen autochthoner österreichischer Volksgruppen statt.

Seit September 2022 gibt es auf ORF III eine 14-tägige Sendereihe über die Volksgruppen. Mit Jahreswechsel 2023 auf 2024 wurde die Sendezeit für Volksgruppen-Sendungen weiter ausgebaut.

 

Gedenkstätte der Republik geplant

„Am Samstag, 6. April, wurden in Kitzladen und Loipersdorf das 25. und 26. Mahnmal im Burgenland eingeweiht. Derzeit wird auf der Bundesebene eine Gedenkstätte der Republik Österreich für die ermordeten Romnja und Roma und Sintizze und Sinti in der Bundehauptstadt Wien geplant. Dazu wurde eine eigene Dialogplattform mit allen Beteiligten im Parlament abgehalten. Die Bereitschaft, sich mit der Geschichte auseinander zu setzen, ist größer geworden. Es ist wichtig, dass es zu einer Verurteilung dieser Verbrechen kommt, weil es Respekt vor den Opfern bedeutet und den Lebenden Mut geben soll“, so Berlakovich abschließend.

ÖVP-Volksgruppensprecher Niki Berlakovich nahm an der Roma-Gedenkveranstaltung im Parlament teil. Antiziganismus und Diskriminierung von Romnja und Roma und Sintizze und Sinti dürfen in Europa keinen Platz haben." Foto: Parlamentsdirektion/Thomas Topf
ÖVP-Volksgruppensprecher Niki Berlakovich nahm an der Roma-Gedenkveranstaltung im Parlament teil. "Antiziganismus und Diskriminierung von Romnja und Roma und Sintizze und Sinti dürfen in Europa keinen Platz haben." Foto: Parlamentsdirektion/Thomas Topf