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SPÖ Wien will nur mehr Wiener in Spitälern

SPÖ-Gesundheitsstadtrat möchte nur mehr Wienern mit Hauptwohnsitz Zugang zu Spitälern gewähren. Foto: Portra/ C.Stadler/Bwag

Die Missstände in Wiener Spitälern sind nichts Neues. Skandale über marode Zustände, Intransparenz und horrende Kosten begleiten das Wiener Gesundheitssystem seit Jahren. Nun herrscht zusätzlich eine Ressourcenknappheit, die auf die Misswirtschaft der letzten Jahren zuführen ist. Um diese auszugleichen, gab SPÖ-Gesundheitsstadtrat Peter Hacker am Wochenende bekannt, nur mehr Personen mit Hauptwohnsitz in Wien eine Behandlung in Krankenhäusern zu gewähren – sofern es kein Notfall ist.

 

Wiener Spitäler: Marode Zustände und Intransparenz

Die Stadt Wien kämpft bereits seit Jahren mit Desorganisation und Personalknappheit im Bereich der Gesundheit. Die Spitäler fallen in den Kompetenzbereich der Bundesländer und werden in Wien vom Wiener Gesundheitsverbund verwaltet. Erst neulich wurde bekannt in welch fatalen Zustand sich die Wiener Spitäler befinden. Zur-Sache berichtete bereits. 

Die Liste der Skandale des Wiener Gesundheitssystems ist lange. Von KH-Nord Skandal bis hin zum AKH-Bauskandal – die Stadt Wien hat zahlreiche Mängel und Unterlassungen zu verantworten.

 

Behandlung nur mehr für Wiener

Grundsätzlich hat jeder sozialversicherte Person in Österreich die Freiheit, in Bundesgebiet eine Behandlung in einem Spital unabhängig vom Wohnsitz in Anspruch zu nehmen. Hacker kündigte vergangene Woche an, Behandlungen künftig nur mehr für Wiener zugänglich zu machen. Nennenswert ist dabei, dass die Anzahl an Gastpatienten konstant gleich geblieben ist. Gastpatienten sind alle jene Personen, die ihren Hauptwohnsitz nicht in Wien haben.

Auch der Verfassungssprecher der ÖVP Wien kritisiert die Vorhaben der Stadt Wien:

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Ärztekammer spricht von einer „Katastrophe“

In einem Artikel der Tageszeitung „der Standard“ vom 9. Dezember zeigt sich die Ärztekammer schockiert über die Vorgangsweise. Der Vizepräsident der Ärztekammer, Stefan Ferenci bezeichne die Forderung als „Katastrophe“ und als eine „politische Bankrotterklärung“. Zudem sei es eine schwierige medizinische Frage, einer Person den Spitalsaufenthalt zu verwehren. Personen mit einer Krankenversicherung sollen in ganz Österreich ein Spital in Anspruch nehmen können, stellt Ferenci klar.