Innenpolitik

Steuerfahndung brachte im ersten Halbjahr 21,3 Millionen

Steuerbetrug ist kein Kavaliersdelikt. Über 21 Millionen Euro an Steuernachzahlungen konnten die Steuerfahnder im ersten Halbjahr 2023 "eintreiben". Foto: istock/Richard Villalonundefined undefined

Die Fahndungsteams der Steuerfahndung im Amt für Betrugsbekämpfung haben 111 Fälle erfolgreich abgeschlossen und dadurch Steuernachzahlungen in Höhe von 21,3 Millionen Euro erzielt, so die Halbjahresbilanz des Finanzministeriums.

 

Hausdurchsuchungen und Kontoöffnungen

Von Jänner bis Juni 2023 haben die 126 Fahnderinnen und Fahnder 73 Hausdurchsuchungen mit insgesamt 329 Einsatzkräften sowie 38 Kontoöffnungen durchgeführt. Bei den Hausdurchsuchungen wurden mehr als 26 TB an IT-Daten sichergestellt.

Die Delikte reichen vom Umsatzsteuerbetrug mit Windowslizenzen über Sozialbetrug bis hin zu Schwarzgeldzahlungen in der Baubranche. Eines zeigt sich: Steuerbetrug ist kein Kavaliersdelikt.

Den Steuerhinterziehern drohen zusätzlich Strafen bis zum doppelten Betrag, der hinterzogen wurde – somit mehr als 42 Mio. Euro – und mitunter auch Haftstrafen.

 

Brunner: „Steuerfahndung zum Schutz der redlichen Wirtschaft“

Finanzminister Magnus Brunner begründet die intensive Arbeit der Steuerfahnder vor allem mit dem Schutz der redlichen Wirtschaft: „Die Bilanz der Teams der Steuerfahndung für 2023 beweist einmal mehr, wie wichtig die Arbeit der Kolleginnen und Kollegen zum Schutz der redlichen Wirtschaft Österreichs ist. In den Betrugsmustern lässt sich eine Zunahme von Vorkommnissen in der IT-Branche erkennen. Darüber hinaus treten auch weiterhin im Bau- und Baunebengewerbe, der Gastronomie, dem Elektronikhandel sowie im Dienstleistungsbereich Betrugsmuster betreffend Steuerhinterziehungsmodellen auf. Mit zusätzlich erwirkten Steuerzahlungen von 21,3 Mio. Euro ist klar ersichtlich, welchen Schaden die 12 Fahndungsteams der Steuerfahndung von Österreichs Budget und damit von den korrekt handelnden Unternehmen abwenden konnten. Ich danke den Kolleginnen und Kollegen für ihre äußerst professionelle und engagierte Arbeit.“

Steuerbetrug ist kein Kavaliersdelikt. Über 21 Millionen Euro an Steuernachzahlungen konnten die Steuerfahnder im ersten Halbjahr 2023 "eintreiben". Foto: istock/Richard Villalonundefined undefined
Steuerbetrug ist kein Kavaliersdelikt. Über 21 Millionen Euro an Steuernachzahlungen konnten die Steuerfahnder im ersten Halbjahr 2023 "eintreiben". Foto: istock/Richard Villalonundefined undefined