Innenpolitik

Strompreise im Juli 10,4 Prozent unter Vorjahr

Die Energiepreise - besonders Strom - gehen nach einer Reihe von Maßnahmen der Bundesregierung zurück. Foto: iStock/Daniele Mezzadri

Die Strompreise sind gesunken. Die Maßnahmen der Bundesregierung zur Senkung der Energiekosten wirken weiterhin deutlich inflationsdämpfend. Das zeigten die aktuellen Zahlen der Statistik Austria, wonach die Inflation im Juli auf 2,8 Prozent gesunken ist, nach 3,2 Prozent im Juni.

 

Am Mittwoch wurden die aktuellen Inflationszahlen für Juli 2026 veröffentlicht. Besonders deutlich zeige sich die Entlastung neben den Lebensmittelpreisen auch beim Strom: Die Strompreise lagen im Juli um 10,4 Prozent unter dem Vorjahresniveau und dämpften die Gesamtinflation um 0,26 Prozentpunkte. Die Statistik Austria führt dies vor allem auf die mit Jahresbeginn wirksame Senkung der Elektrizitätsabgabe und des Erneuerbaren-Förderbeitrags zurück. Seit April wirkten zusätzlich ein Sozialtarif für anspruchsberechtigte Haushalte sowie ein neuer Sommer-Netztarif preisdämpfend.

„Die Zahlen zeigen schwarz auf weiß, dass unsere Maßnahmen wirken. Strom ist heute einer der stärksten Preisdämpfer im Warenkorb“, so Energiestaatssekretärin Elisabeth Zehetner. Mit der Senkung der Elektrizitätsabgabe, dem niedrigeren Erneuerbaren-Förderbeitrag, dem Sozialtarif und neuen Netztarifen habe man „ganz gezielt dort angesetzt, wo es die Menschen auf ihrer Rechnung spüren“.

 

Appell zum Tarifvergleich

Angesichts anhaltend volatiler Energie- und Rohstoffmärkte seien neben staatlichen Maßnahmen auch Wettbewerb und ein aktiver Angebotsvergleich entscheidend, betont die Staatssekretärin. Man könne „die geopolitische Lage und die internationalen Börsenpreise nicht bestimmen“, aber dazu beitragen, „dass steigende Großhandelspreise nicht ungebremst bei den Menschen ankommen“. Ihr Appell: „Wer seinen Stromtarif länger nicht geprüft hat, sollte das jetzt tun.“ In einem volatilen Markt könne „ein guter Fixpreis Sicherheit geben und ein Anbieterwechsel bares Geld sparen“.

Mit dem neuen Elektrizitätswirtschaftsgesetz (ElWG) sei der Tarifvergleich zusätzlich erleichtert worden: Stromrechnungen müssen auf den unabhängigen Tarifkalkulator der E-Control hinweisen, über den Haushalte alle verfügbaren Angebote vergleichen können.

 

Ursachen beim Strom strukturell angehen

Entscheidend sei, „dass wir nicht nur kurzfristig entlasten, sondern die Ursachen hoher Energiepreise strukturell angehen“, so Zehetner. In einer Medienmitteilung am Mittwoch. Mit dem ElWG habe man „Wettbewerb, Transparenz und Schutz für Kundinnen und Kunden gestärkt“, mit dem Erneuerbaren-Ausbau-Beschleunigungsgesetz (EABG) werde der Ausbau von erneuerbarer Energie, Netzen und Speichern beschleunigt. „Je mehr saubere Energie wir selbst erzeugen und je besser unser Energiesystem funktioniert, desto unabhängiger werden wir von internationalen Preissprüngen und geopolitischen Krisen“, betont die Staatssekretärin. Das sei „der Weg zu dauerhaft leistbarer, sauberer und sicherer Energie“.